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So bekämpfen Sie Schimmel an Fenster und Dichtungen

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Einen Schimmelbefall hat man sich schnell eingehandelt.

Gerade im Winter erhöht sich das Risiko für Schimmel an Fenster und Dichtungen. Wie Sie den Befall schnell wieder loswerden, erfahren Sie hier.

  • Sobald Sie Schimmel in der Wohnung entdecken - egal ob an Wand, Tapete oder Fenster -, sollten Sie sofort dagegen vorgehen und die Arbeit nicht aufschieben: Ansonsten wird das Problem am Ende nur größer.
  • Gerade Fenster sind für Schimmel besonders anffällig. Warum das so ist und wie Sie dagegen vorgehen, erklären wir hier.

Das sind die Ursachen für Schimmel an Fenster und Dichtungen

Schimmel entsteht oft an Kältebrücken, d.h. an Bauteilen eines Gebäudes, an denen Wärme schneller nach außen transportiert wird. Dieses Bauteil kühlt damit schneller aus, wodurch sich hier eher Kondenswasser bildet. Oft ist die Ursache dafür auch ein schlecht isoliertes Fenster. Durch die Feuchtigkeit an Fenster und Dichtungen findet Schimmel somit einen guten Nährboden. Um zu vermeiden, dass sich die Sporen dort festsetzen, sollten Sie Kondenswasser deshalb immer abwischen.

Schimmel an Fenster und Dichtungen entfernen: So bereiten Sie sich vor

Da Schimmel schädlich für die Gesundheit sein kann, müssen Sie beim Entfernen sehr vorsichtig vorgehen. Wenn es sich um einen großen Schimmelbefall handelt, holen Sie am besten gleich den Profi. Falls Sie sich selbst an kleineren Flecken probieren möchten, sollten Sie aber Schutzkleidung tragen: Schutzhandschuhe, Mundschutz und Schutzbrille. Außerdem sollten Sie nach der Schimmelentfernung gut durchlüften, damit Sporen und der Gestank der Reiniger sich schnell verflüchtigen. Decken Sie außerdem Ihre Einrichtungsgegenstände ab, damit sich die Sporen nicht anderorts ein Zuhause suchen. Kinder und Allergiker sollten sich währenddessen außerhalb des Raumes befinden.

Erfahren Sie auch: Mit diesen fünf Tipps beugen Sie Schimmel für immer vor.

Fenster aus Holz: Wie Sie dem Schimmel Herr werden

Ob Sie einen Schimmelbefall auf Holzfenstern gut behandeln können, kommt darauf an, ob diese lackiert sind oder nicht. Ohne Lackierung stellen Sie einen guten Nährboden für Schimmelpilze dar und Sporen verankern sich oft tief im Material, sodass die Substanz des Fensters zerstört wird. Hier müssen Sie desinfizierende Stoffe und viel Flüssigkeit benutzen, damit sie auch die tieferliegenden Schimmelsporen erwischen. Am besten holen Sie sich für diesen Fall gleich einen Experten.

Lackierte Holzfenster brauchen Sie meist nur mit einem 80-prozentigem Ethylalkohol abzureiben, um Schimmelsporen loszuwerden - hier haben sie gar nicht die Chance, sich zu tief ins Material zu fressen. Trocknen Sie den Fensterrahmen anschließend gut ab.

So entfernen Sie Schimmel von Kunststofffenstern

Schimmel auf Fenstern aus Kunststoff, Metall, Keramik oder Glas können Sie ebenso mit 80-prozentigem Ethylalkohol bearbeiten wie lackierte Holzfenster. Es gibt aber noch andere Reinigungs- und Hausmittel, die Sie sich bei der Schimmelentfernung zunutze machen können.

Auch interessant: So halten Sie einen Schimmelbefall im Bad in Schach.

Hausmittel wie Essig gegen Schimmel auf Fenstern

Statt Alkohol steht Ihnen zudem handelsübliches Essig-Konzentrat zur Verfügung. Träufeln Sie es auf einen Lappen und wischen Sie damit den Schimmel von den Fenstern. Atmen Sie den Essig aber nicht zu stark ein, da dieser die Atemwege reizt.

Besser keine Chlorreiniger bei Schimmel an Fenstern

Chlorhaltige Reiniger kommen zwar oft bei Schimmelbefällen zum Einsatz, doch bei Fenstern schädigen sie oft das Material: Auf Holz hinterlassen sie unschöne Flecken, während bei Kunststoff die Oberfläche aufweicht.

So gehen Sie gegen Schimmel auf Silikondichtungen vor

Wenn das Dichtungsmaterial Ihrer Fenster aus Silikon besteht und dieses von Schimmel befallen ist, sollten Sie diese Stelle ganz entfernen und neu verfugen. Den Untergrund und die Seiten der freigewordenen Spalten müssen Sie anschließend mit einem speziellen Pilzentferner behandeln und säubern, bevor eine neue Dichtungsmasse hineinkommt.

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