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Langes Leben für Weihnachtsstern und Glücksklee

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Weihnachtsstern über das Jahr behalten
Die schönen roten Hochblätter des Weihnachtssterns halten sich lange, und danach wird aus ihm eine schöne Grünpflanze. © Andrea Warnecke/dpa-tmn

Nach den Festen landen Weihnachtsstern und Glücksklee meist im Müll. Dabei könnten beide Pflanzen ein langes Leben haben. Hier sind Tipps, um die Verschwendung der Gewächse zu vermeiden.

Berlin/Veitshöchheim/Bornhöved - Pflanzen, die man als saisonale Dekoration kauft, erleben oft nur diese Saison - denn danach werden sie häufig entsorgt. Das muss aber nicht sein, denn selten handelt es sich dabei wirklich um Wegwerfware.

Klassische Beispiele für solche Konsumopfer sind der Weihnachtsstern und der Glücksklee. Aber auch der Topf voller Narzissen, den wir im Frühling und zu Ostern als Dekoration fürs Zuhause kaufen. Sie alle können mit etwas Pflege und einem Platz im Garten oder auf dem Balkon sogar viele Jahre lang weiterleben. So gelingt es:

Weihnachtsstern

Nach dem Fest und bis zum Frühjahr sollte der Weihnachtsstern an einem hellen und vor Zugluft geschützten Platz bei einer Temperatur von 15 bis 22 Grad stehen. Dazu rät „Stars for Europe“, ein Zusammenschluss von Weihnachtssternzüchtern. Unter diesen Bedingungen kann die Pflanze ihr schönstes Merkmal, die farbigen Hochblätter, lange behalten.

Danach wird aus dem weißen, rosafarbenen oder roten Weihnachtsstern eine reine Grünpflanze, die sich den Sommer über auch im Freien wohlfühlt. Während der Blütezeit im Winter ist das Düngen nicht nötig. Nun aber sollte der grün gewordene Weihnachtsstern einmal im Monat eine handelsübliche Nährstofflösung erhalten.

Es ist aufwendig, aber theoretisch möglich, Weihnachtssterne im folgenden Dezember erneut zum Blühen zu bringen, so die Züchter. Wer es versuchen möchte: Die Blüte wird durch eine Phase der Dunkelheit initiiert. Mindestens acht Wochen vor dem Advent muss der Weihnachtsstern täglich 12 bis 13 Stunden lang absolut dunkel stehen - also etwa in einem Schrank. Selbst kleinste Lichtmengen verhindern die Blütenbildung.

Glücksklee

Der vierblättrige Klee sollte spätestens nach dem Frost im März in einen größeren Topf gepflanzt werden und ins Freie umziehen, um weiterwachsen zu können, heißt es von der Bayerischen Gartenakademie. Gut ist ein Standort im Halbschatten, an einem sonnigeren Plätzchen braucht er mehr Gießwasser. Gelegentlich sollte man den Glücksklee nun düngen.

Von drinnen nach draußen
Der Glücksklee im Topf von Silvester wird im Frühjahr zu einer Gartenpflanze. © Andrea Warnecke/dpa-tmn

Ab Ende Oktober benötigen die Pflanzen einen frostfreien und hellen Platz im Haus. Die Gartenakademie rät allerdings nicht zu beheizten Wohnräumen, sondern einem kühlen Keller. Dort geht der Glücksklee in eine Winterruhe, er wird nicht mehr gegossen und seine Blätter vertrocknen. Ende Februar werden die Laubreste entfernt und die Pflanze wird wieder ins Helle gebracht und gegossen.

Wer den Glücksklee zum Jahreswechsel wieder als Dekoration verwenden möchte, muss ihn früher aufwecken: Dafür sollte man ihn vier Wochen vor Silvester an einen hellen Platz bei mindestens 18 Grad holen, gießen und die trockenen Blätter entfernen, rät Isolde Keil-Vierheilig von der Gartenakademie. „Zeigen sich die grünen Blättchen, kann man die Pflanze wieder kühler stellen, damit die Blattstiele nicht zu lang werden.“

Narzissen

Die nächste saisonale Dekoration werden die Narzissen im Topf als Osterdekoration sein. Auch sie können noch viele weitere Feste erleben, wenn man sie im Folge-Herbst in den Garten setzt. Denn Narzissen seien relativ hart im Nehmen, sagt Gärtnerin Svenja Schwedtke aus Bornhöved.

Freude noch Jahre über das Fest hinaus
Narzissen im Topf werden nach Ostern am besten in den Garten gesetzt. Dort leben sie viele Jahre weiter. © Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Nach dem Osterfest werden die Narzissen direkt in den Boden eingesetzt und dort erst mal in Ruhe gelassen. Man darf zwar ihre welken Blüten abschneiden, nicht aber die Blätter. Über sie produzieren und lagern die Zwiebelpflanzen Stoffe ein, die sie zum Überwintern und erneuten Austreiben im nächsten Frühjahr brauchen. Im Spätfrühling und Frühsommer haben die Zwiebeln ausreichend Reservestoffe aufgenommen - ihr Laub wird welk und vertrocknet letztlich. Im nächsten Frühjahr treiben die Narzissen dann aber neu aus. dpa

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