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Geranien richtig pflegen: Soll man verwelkte Blüten überhaupt entfernen?

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Von: Juliane Gutmann

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Geranien blühen in der Regel den ganzen Sommer über, bis in den Oktober hinein. Damit die Blüte üppiger ausfällt, sollte man die verwelkten Blüten entfernen – oder?

Ob Hobby- oder Profi-Gärtner: Die Standard-Tipps kennen wahrscheinlich die meisten Pflanzenfreunde. Zum Beispiel, dass es viele Arten gibt, die direkte Sonne nicht gut aushalten können, Blattläuse auch mit Hausmitteln bekämpft werden können oder dass Rosenbüsche von verwelkten Blüten befreit werden sollten. Aber gilt das für die beliebte Geranie ebenfalls? Unbedingt, erklärt Sandra von Rekowski, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Bundesverbands Deutscher Gartenfreunde e. V., gegenüber dem Portal Myhomebook.de.

Warum die verwelkten Blüten der Geranie gekappt werden müssen? „Nach der Blütezeit bilden sich die Samen aus. Diese sollen der Pflanze zur Produktion von Nachkommen dienen. Die Samenbildung kostet der Pflanze jedoch viel Kraft. Diese kann dann allerdings nicht mehr in die Ausbildung neuer Blüten gesteckt werden“, erklärt die Expertin. Außerdem steige das Risiko, dass die Pflanze krank wird, wenn man die verwelkten Blütenstiele nicht entfernt: „Durch einen Regenguss matschig gewordene Blüten bilden beispielsweise einen wunderbaren Nährboden für Krankheiten oder Schimmel- und Pilzbefall und sollten daher zügig entfernt werden“, so Rekowski.

Altes Simmentaler Bauernhaus mit Blumenschmuck
Geranien verschönern nicht nur Bauernhäuser: Die rote oder pinke Blütenpracht schmückt unzählige Balkone und Terrassen. © H.Tschanz-Hofmann/Imago

Zupfen oder schneiden: So entfernen Sie verblühte Geranien-Blüten

Doch was ist besser: verwelkte Blüten abzupfen oder abschneiden? Im Fall von Geranien braucht man nicht zu Messer oder Schere greifen: Zupfen Sie die welken Blüten einfach vorsichtig mit den Fingern ab. Greifen Sie dafür die zu entfernende Blüte und ziehen Sie am Stiel. Meist fällt die Blüte dann von selbst ab. Falls sie noch nicht ganz verblüht ist, kann ein Knicken entgegen der Wuchsrichtung erforderlich sein.

Wer seine Geranien nicht regelmäßig von braun gewordenen Blüten befreien möchte, der kann auch zu sogenannten selbstausputzenden Arten greifen. Die bekanntesten sind die „Ville“- und „Decora“-Sorten, die seit Jahrzehnten vor allem im öffentlichen Grün zu Hause sind. Sie blühen auch ohne spezielle Pflege durch, wie Pelargonium for Europe als Marketinginitiative europäischer Geranienzüchter informiert. (jg)

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