1. come-on.de
  2. Leben
  3. Wohnen

Diese Pflanzen müssen Sie im Herbst nicht zurückschneiden

Erstellt:

Kommentare

Frau schneidet mit Gartenschere getrocknete Blüten von einer Staude ab.
Im Herbst wird der Garten meist „gesäubert“. Bei manchen Pflanzen können Sie die Arbeit allerdings auf das Frühjahr verschieben. © Alberto Menendez/Imago

Um den Garten vor Schnee und Frösten zu schützen, wollen viele Hobbygärtner ihr kleines Reich im Herbst winterfest machen. Manche Arbeiten können Sie sich aber sparen.

Bevor der Winter Einzug hält, herrscht in manchen Gärten noch einmal Hochbetrieb: Der Rasen wird gemäht, Gemüsebeete umgegraben oder Obstbäume zurückgeschnitten. Manches davon können Sie aber getrost auf das Frühjahr verschieben – nicht nur, dass Sie sich damit lästige Arbeit sparen, auch die Natur dankt es Ihnen, wenn Sie die Gartenpflege im Herbst etwas ruhiger angehen lassen.

Kein Rückschnitt im Herbst nötig: Bei diesen Pflanzen können Sie bis ins Frühjahr warten

Viele Hobbygärtner nutzen den Herbst, um Sträucher und Stauden zurückzuschneiden. Das liegt unter anderem daran, dass das Bundesnaturschutzgesetz erlaubt, zwischen dem 1. Oktober und Ende Februar starke Eingriffe auf altes Holz sowie Radikalschnitte vorzunehmen. Während ein Rückschnitt den meisten Pflanzen nicht schadet, ist er aber auch nicht unbedingt ein Muss.

Welche Pflanzen Sie zum Beispiel im Herbst nicht zurückschneiden brauchen, zählt Klaus Diehl von der Hessischen Gartenakademie in einem Blogbeitrag auf:

Auch interessant: Vor dem Winter: Soll ich jetzt noch einmal den Rasen düngen?

Weniger Arbeit im Garten – mehr Unterschlupf für Tiere und Insekten

Es lohnt sich auch optisch, manche Pflanzen im Herbst stehenzulassen: Besonders immergrüne Stauden wie die Bergenie bieten im Herbst mit ihrer rötlichen Blattfärbung ein wunderbares Farbenspiel. Wildgehölze müssen ebenfalls nicht gestutzt werden – sie bieten Vögeln, Säugetieren und Insekten einen Unterschlupf.

Ähnliches gilt für Laub: Während die abgefallenen Blätter zwar von Gräsern entfernt werden sollten, um Schadpilze zu vermeiden, und Gehwege aufgrund der Rutschgefahr sauber geräumt werden sollten, dürfen sie unter Bäumen und Hecken getrost als Mulchschicht liegen bleiben, wie die Bayerische Gartenakademie auf ihrer Webseite schreibt. Hier sorgt es für ein reges Bodenleben, unterstützt die Humusbildung und liefert Nährstoffe. Abgesehen davon bieten Laubhaufen sowohl ein Winterquartier als auch Nahrung für Bodenlebewesen und Mikroorganismen. Wenn Sie der Natur also einen Gefallen tun wollen, können Sie im Herbst auch einfach mal faul sein, was die Gartenarbeit angeht. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare