Regeln

„Corona-Lockdown“ im November: Darf ich Familie und Freunde noch daheim besuchen?

Die Mutter des sechsjährigen Jakob und des vierjährigen Valentin sitzt Zuhause neben ihren Kinder, während diese malen und ein Buch ansehen.
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Aufgrund des neuerlichen Lockdowns herrscht viel Verunsicherung in den Familien. (Symbolbild)

Die Regierung hat einen Lockdown 2.0 angekündigt. Ab dem 2. November gelten verschärfte Corona-Regeln: Was bedeutet das für Besuche bei Familie und Freunden?

Um die Infektionsketten zu brechen, pochen Forscher und Politik seit Beginn der Pandemie auf die Reduzierung der persönlichen Kontakte. Schon im Frühjahr kam es deshalb zum Lockdown, der nur noch den Umgang mit dem eigenen Hausstand erlaubte. Nun kommt es quasi zum „Lockdown 2.0“ – weniger streng als der erste, aber immer noch einschränkend genug. Aber was bedeutet das nun für Besuche bei den Liebsten?

Lockdown wegen Corona: Darf ich Familie und Freunde noch daheim besuchen?

Gerade in der Corona-Pandemie sehnen sich viele Menschen nach der Nähe zu Familien und Freunden*. Die neuen Regelungen, die ab dem 2. November deutschlandweit gelten sollen, schränken nun auch das wieder ein. Ab dem Stichtag ist für zunächst vier Wochen nur noch der Kontakt zu Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes erlaubt – aber auf maximal zehn Personen beschränkt. Der Beschluss spricht bei dieser Regelung explizit vom Aufenthalt „im Freien“. Aber was ist mit dem Aufenthalt in der Wohnung?

Rechtsanwalt Wilhelm Achelpöhler vom Deutschen Anwaltsverein erklärt auf Anfrage des Online-Portals myHomebook: „Ich verstehe diese Vereinbarung nicht so, dass außer den Treffen in der Öffentlichkeit alle privaten Treffen verboten werden sollen.“ Und weiter: „Es wäre ja auch nicht nachvollziehbar, dass ein Zusammenkommen mit anderen Menschen, das in der Öffentlichkeit zulässig ist, in der privaten Wohnung unzulässig ist. Weil Sie sich mit Ihrer Mutter ohne Weiteres in der Öffentlichkeit treffen können, dürfen Sie diese sicherlich auch in ihrer Wohnung besuchen.“

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Corona-Lockdown: Verzicht auf Verwandtenbesuche und private Reisen

Aus dem Beschluss, der der Videokonferenz zwischen Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder folgte, geht auch hervor, dass Bürger auf private Reisen und Verwandtenbesuche nach Möglichkeit verzichten sollten – nicht explizit ein Verbot, aber eine Aufforderung. Zudem heißt es, dass „Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen“ inakzeptabel seien. Ein Besuch bei Verwandten und Freunden ist demnach nicht verboten – solange die Anzahl der Hausstände und Personen nicht überschritten werden –, jedoch nicht ratsam. Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen werden von den Ordnungsbehörden sanktioniert.

Gleichzeitig müssen Bürger aber nun abwarten, wie die einzelnen Länder den Beschluss vom 28. Oktober in den jeweiligen Verordnungen umsetzen. Hier kann es nämlich wieder Unterschiede im Wortlaut geben. Ministerpräsident Markus Söder erklärte zum Beispiel, dass die Regelung zur Kontaktbeschränkung in Bayern auch für den privaten Raum gelte. Heißt: Maximal zehn Personen und nur zwei Haushalte in einer privaten Wohnung.*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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