Online oder Parkett?

Börslicher und außerbörslicher Handel: Das sind die Unterschiede

+
Börslicher oder außerbörslicher Handel – welcher Trading-Typ sind Sie?

Die Digitalisierung macht auch vor dem klassischen Wertpapier-Handel nicht Halt. Das sind die Unterschiede von börslichem und außerbörslichem Handel.

Die Börse. Wild gestikulierende Menschen und viele Bildschirme. Im Hintergrund eine große Zick-Zack-Kurve. So stellen sich viele Menschen die Finanzwelt vor. Doch es muss nicht immer das Parkett als Marktplatz sein. Anleger haben die Möglichkeit, ihre Geschäfte direkt mit den Herausgebern der Wertpapiere, den Emittenten, zu tätigen. Wir zeigen Ihnen die Unterschiede der beiden Varianten und welche Vorteile und Nachteile jede Variante für Sie bringt.

Außerbörslicher Handel: Lange Handelszeiten

Die Börse ist wie ein Marktplatz – und der hat seine Öffnungszeiten. An der Frankfurter Börse etwa arbeiten die Händler von 8 Uhr bis 20.00 Uhr. Danach ist Schluss. Beim außerbörslichen Handel hingegen kaufen und verkaufen Sie auch noch am späten Abend und sogar am Wochenende.

Außerbörslicher Handel: Schnelles Trading und keine Börsengebühren

Der außerbörsliche Handel oder Direkthandel findet nicht an den Börsen, sondern direkt und digital auf Trading-Plattformen statt. Anbieter und Abnehmern von Wertpapieren handeln ohne Mittelsmänner miteinander. Sie führen ihre Käufe und Verkäufe sofort aus und sind somit schneller als beim börslichen Handel. Günstiger ist der außerbörsliche Handel auch. Denn die Börsenplatzgebühren, die Maklercourtage und die Bankprovision entfallen. Das senkt Ihre Kosten.

Außerbörslicher Handel: Limit-Orders möglich

Auch im außerbörslichen Handel sind mittlerweile Limit-Orders möglich. Dabei geben Sie die Grenzen an, zu welchen Preisen Sie höchstens kaufen und wenigstens verkaufen wollen. Weichen die Kurswerte ab, findet der Auftrag nicht statt. Das verhindert große Überraschungen.

Börslicher Handel: Sicherheitsgefühl und staatliche Aufsicht

Beim Geld geht es Anlegern aber nicht nur um die bestmögliche Rendite, sondern auch um Sicherheit. Darum haben viele Anleger beim klassischen Wertpapier-Handel an der Börse ein besseres Gefühl als bei Online-Anbietern. Die unabhängige Aufsicht durch die zuständigen Finanzbehörden gibt dem Börsenhandel einen verlässlichen Rahmen. In Deutschland wacht die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) über die Börse. Der außerbörsliche Handel unterliegt dagegen keiner Börsenaufsicht. Zwar müssen auch die Online-Anbieter die gesetzlichen Bestimmungen zum Wertpapierhandel einhalten. Doch eine staatliche Aufsicht gibt es nicht. Die Transparenz ist geringer – damit steigt das Risiko.

Börslicher Handel: Große Auswahl und Spreads

Nahezu jede Bank bietet den börslichen Handel an und erteilt Aufträge. Das bringt dem Anleger größere Auswahlmöglichkeiten und auch mehr Transparenz beim Vergleich der Banken. Da die Börse wie ein Marktplatz funktioniert, kommt es auf dem Parkett zu einer „Verengung des Spreads“, die Differenz zwischen dem notierten Kauf- und Verkaufskurs. Der Marktkurs liegt in der Regel in der Mitte zwischen diesen beiden Preisen. Je enger der Spread, desto höher der Wert, den Sie als Anleger erzielen.

Börsliche und Außerbörsliche Handels-Varianten bringen Vor- und Nachteile mit sich. Informieren Sie sich im Vorfeld sorgfältig, wie und vor allem wo Sie Ihr Geld anlegen. Überlegen Sie sich, welcher Typ Sie sind. Eine unabhängige Expertenmeinung schadet sicher nicht, gerade bei großen Investments.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare