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So retten Sie selbst im heimischen Garten die Bienen

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Von: Franziska Kaindl

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Bienen "fliegen" auf Blüten, die viel Nektar und Pollen bieten.
Bienen "fliegen" auf Blüten, die viel Nektar und Pollen bieten. © dpa/Patrick Pleul

Sie wollen auch etwas dazu beitragen, dass die Bienen genügend Nahrung und Lebensraum haben? Das können Sie ganz einfach in Ihrem eigenen Garten tun. Wir haben Tipps.

Spätestens seit dem Volksbegehren "Artenvielfalt" sind die Bienen hierzulande wieder in aller Munde. Die fleißigen Insekten sind unentbehrlich für einen blühenden Garten - im Gegenzug brauchen die Bienen Nektar und Pollen, um zu überleben. Doch der Befall durch Milben, Parasiten, Pestiziden und Krankheiten macht den kleinen, schwirrenden Tierchen das Leben schwer. Um den Bienen mehr Nahrung zu bieten, kann jeder etwas tun - und in seinem Garten Bienenweiden anlegen.

Bienenweide: So wird Ihr Garten zum Paradies für Bienen

Damit sind Pflanzen gemeint, die besonders reichhaltig Nektar und Pollen erzeugen und deshalb besonders oft von Honigbienen, aber auch zahlreichen Wildbienen angeflogen werden. Bienenweiden lassen sich im ganzen Garten verteilt anlegen oder Sie legen einfach mit einer Saatgutmischung einen Streifen an. Damit die Bienen auch viel Nahrung bekommen, sollten fast das ganze Jahr über bienenfreundliche Pflanzen blühen. Schneeglöckchen eigenen sich zum Beispiel fürs Frühjahr und Astern bis in den Herbst hinein.

Der Deutsche Imkerbund e.V. empfiehlt folgende Pflanzen für eine "blühende Vielfalt":

BäumeObstbäume, Weide, Kastanie, Robinie, Linde, Ahorn, Eberesche, Kornelkirsche, Traubenkirsche, Trompetenbaum
SträucherLiguster, Roseneibisch, Felsenmispel, Schneebeere, Rosen (ungefüllt), Fingerstrauch, Kletterhortensie, Falscher Jasmin, Schneeheide, Schlehe, Weißdorn, Stechpalme, Berberitze, alle Beerensträucher
KletterpflanzenWilder Wein, Clematis, Efeu
Stauden und ZwiebelgewächseSchneeglöckchen, Krokus, Leberblümchen, Gänsekresse, Lungenkraut, Silberwurz, Steinkraut, Vergiss­meinnicht, Maiglöckchen, Goldnessel, Fette Henne, Zier­mohn, Kugeldistel, Sonnenhut, Lavendel, Beinwell
KräuterThymian, Ysop, Schnittlauch, Salbei, Weinraute, Zitronenmelisse, Bärlauch
BlumenReseda, Cosmea, Malve, Katzenminze, Gamander, Phacelia, Tagetes, Kornblume, Sommerazalee, Sonnenblume, Senf, Aster, ungefüllte Dahlie, Herbstanemone, Goldrute

Quelle: www.deutscherimkerbund.de

Auch im Gemüsebeet können Sie den Bienen ein Festmahl bereiten, indem Sie Ackerbohnen, Gurken, Kürbis, Zwiebel oder Melone anbauen.

Bienenweide: Diese Pflanzen eigenen sich nicht für Bienen

Zuchtsorten mit üppigen Blüten sehen toll aus, bieten den Bienen aber nicht besonders viel Nahrung. Zudem finden die fleißigen Insekten oft nur schwer Zugang zu deren Nektar und Pollen. Deshalb verlegen Sie sich lieber auf die Wildformen der Pflanzen und achten darauf, dass diese nicht mit Pestiziden behandelt wurden. Warum es die Menschheit ohne Bienen gar nicht geben würde, berichtet 24garten.de*.

Wie lege ich eine Bienenweide an?

Zwischen März und Mai ist der beste Zeitpunkt, um mit dem Anlegen der Bienenweide zu beginnen. Allerdings müssen Sie den Boden im Garten erst ordentlich darauf vorbereiten. Dazu suchen Sie sich ein Gartenbeet, das Sie von Unkräutern befreien und gut mit der Harke auflockern. Der Boden braucht zudem nicht besonders nährstoffreich zu sein.

Nun nehmen Sie die Saatgutmischung Ihrer Wahl zur Hand und vermischen die Samenkörner mit etwas Sand. Dann bringen Sie das Saatgut großzügig - etwa fünf bis zehn Gramm pro Quadratmeter - auf der Fläche aus. Am Ende arbeiten Sie die Samen ins Beet ein und drücken die Erde etwas an. Gleich nach der Aussaat gießen Sie die Mischung etwas an und befeuchten den Boden anschließend regelmäßig, bis die ersten Pflanzen zu sprießen anfangen.

Auch interessant: Wann ist der beste Zeitpunkt, Tulpen zu pflanzen - und wie pflege ich sie?

Welche Saatgutmischungen eignen sich besonders?

Experten der Bayerischen Landesanstalt für Gartenbau in Bamberg haben 2014 im Gemüsebauversuchsbetrieb Bamberg sechs verschiedene Blütenmischungen angebaut und miteinander verglichen. Vier der Mischungen werden im Erwerbsanbau angeboten und zwei im Endverkauf. Dazu gehören:

Besonders das Bingenheimer Saatgut, aber auch die Veitshöchheimer Bienenweide, Riegers Feldblumenmischung und die Schönhagener Bienenweide waren bei den Bienen beliebt. In den Kalenderwochen 25 bis 27 (zwischen Juni und Juli) zeigte sich hier die höchste Aktivität bei den Insekten. Andere Nützlinge wie Schwebfliegen, Florfliegen und Marienkäfer zeigten sich von Riegers Feldblumenmischung und der Dehner Blumenmischung begeistert. Hier war Kalenderwoche 29 (Mitte Juli) die aktivste Zeit.

Schon gewusst? So erblüht eine verwelkte Orchidee wieder

Weitere Tipps, um es den Bienen im Garten heimisch zu machen

Lesen Sie auch: Artenvielfalt: So sorgen Sie für blühendes Leben im heimischen Garten.

*Merkur.de und 24garten.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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