Clickertraining

Der Katze besseres Benehmen beibringen

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Auch für ängstliche Katzen eignet sich das Clickertraining: Man kann sie etwa dazu bringen, freiwillig in ihre Transportbox zu gehen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Katzen haben ihren eigenen Kopf. Es ist nicht leicht, ihnen Macken abzugewöhnen oder sie dazu zu bringen, auf Kommandos zu reagieren. Doch es geht. Mit Geduld lässt sich fast jede Samtpfote erziehen.

Hamburg (dpa/tmn) - Die meisten Katzen sind sehr eigenwillig und haben zunächst einmal wenig Lust, auf Kommandos zu hören. Zerkratzt die Katze Sofa oder Tapeten, verzweifeln manche Halter, weil sie es nicht schaffen, dem Tier das Verhalten abzugewöhnen.

Dabei ist es mit viel Konsequenz und regelmäßigen Übungen durchaus möglich, die Tiere zu erziehen. Besonders geeignet ist das sogenannte Clickertraining.

Dieses lässt sich sehr einfach umsetzen. "Es ist für jede Katze geeignet", sagt Sarah Ross, Heimtierexpertin bei Vier Pfoten. "Scheue Katzen können damit Vertrauen fassen, faule Katzen bekommen Bewegung und aktive Katzen Kopfarbeit und Beschäftigung."

Clicker und Belohnung

Um das Training zu beginnen, benötigt man zunächst nur den Clicker und eine Belohnung für die Tiere. Der Clicker funktioniert so ähnlich wie ein Knallfrosch und ist im Tierhandel erhältlich. "Man kann aber auch einen einfachen Kugelschreiber benutzen", sagt die Expertin. Wichtig ist, dass der Gegenstand immer das gleiche Geräusch abgibt.

Man sollte am besten dann mit dem Training einsteigen, wenn die Katze entspannt ist. Zunächst stellt man eine Verbindung zwischen dem Clicker und einer Belohnung her. "Hierzu clickert man ganz simpel und bietet der Katze sofort die Belohnung an", sagt Ross. Dies wiederholt man so lange, bis die Katze anfängt, nach dem Click auf eine Belohnung zu hoffen. Die Trainingseinheiten sollten nicht zu lang sein - wenige Minuten am Stück reichen.

Welche Übungen besonders geeignet sind, hängt vom Charakter der Katze ab. "Am besten beginnt man mit einfachen Dingen", sagt die Expertin. Ein Beispiel dafür ist das Kommando "Hüpf hoch", wenn die Katze vor dem Sofa sitzt. Will man, dass sie auf das Sofa springt, kann man auf den Platz neben sich klopfen und die Katze locken. Sobald sie auf das Sofa hüpft, clickert man und belohnt sie. Die Katze weiß so, dass genau dies das Verhalten war, das sie zeigen sollte. "Die Wahrscheinlichkeit, dass sie es noch einmal tut, ist größer als vorher", macht Ross Mut.

Katzenhalter wählen idealerweise eine Belohnung, für die ihr Tier gerne arbeitet. "Dies kann zum Beispiel ein Katzenstick sein, den man in viele kleine Teile zerlegt", sagt Katrin Umlauf, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Bei jedem Click bekommt die Katze dann nur ein kleines Stück.

Auf Strafe verzichten

Wichtig ist es, beim Training auf Strafe zu verzichten. "Es bringt gar nichts, eine Katze zu bestrafen", sagt Astrid Behr vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte. Strafe zerstört das Vertrauensverhältnis zwischen Tier und Halter. Günstiger ist es, unerwünschtes Verhalten zu ignorieren und gewünschtes zu verstärken.

Kratzt die Katze beispielsweise am Sofa oder an der Tapete, sollte man sie belohnen, wenn sie in der Nähe des Kratzbaumes ist und daran schnuppert und das Kratzen am Sofa ignorieren.

Zusätzlich zum Clickertraining könne man später auch einen sogenannten Targetstick verwenden. Er funktioniert als eine Art Zeigestab, mit der man der Katze signalisiert, was sie machen soll. Auch ein Lineal lässt sich als Targetstick nutzen, findet Behr.

Wichtig ist, für das Training immer denselben Gegenstand zu nutzen. "Clicker und Targetstab sollten zudem nicht offen herumliegen, damit sie für die Katze nicht zum Alltag werden", sagt Behr. Günstiger ist es, sie als Besonderheit mehrmals am Tag zum Training hervorzuholen.

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