Tipps für Tierfreunde

Darum ist Hundefutter nichts für Katzen

+
Katzen sollten lieber aus ihrem eigenen Napf fressen: Naschen sie bei Hunden, fehlen ihnen wichtige Nährstoffe. Foto: Jens Schierenbeck

Meine Katze frisst Hundefutter - ist das schlimm? Die Antwort ist Jein. Ab und zu darf sie das. Aber grundsätzlich ist das kein vollwertiger Ersatz.

Bonn (dpa/tmn) - Katzen sind bei Futter sehr eigen. Wer auch Hunde hält, stellt aber manchmal fest, dass die Katze am Hundenapf nascht. Passiert das nur ab und zu, ist das nicht weiter tragisch. Machen Katzen das aber über einen langen Zeitraum, wird es kritisch.

Grundsätzlich ist Katzenfutter auf die Bedürfnisse der Tierart angepasst, erläutert der Deutsche Tierschutzbund. Für Hundefutter gilt genau dasselbe.

Zwischen Katzen- und Hundefutter gibt es einige Unterschiede: Katzen sind strikte Fleischfresser, das heißt ihr Darm ist kurz und für das Verdauen von Fleisch ausgelegt. Kohlenhydrate und pflanzliche Bestandteile brauchen sie nicht unbedingt. Katzen benötigen ein sehr eiweißreiches Futter mit ausreichend Taurin, da sie diese Aminosäure, im Gegensatz zu Hunden, nicht selbst herstellen können.

Hundefutter enthält für eine Katze zu viel Kohlenhydrate und zu wenig Eiweiß, vor allem fehlt Taurin. Umgekehrt stecken für Hunde im Katzenfutter zu viel Proteine und zu wenig Kohlenhydrate. Außerdem ist Katzenfutter für Hunde zu energiereich und macht deshalb dick.

Um zu verhindern, dass sich die Katze regelmäßig am Hundenapf bedient, sollten Halter den Hund separat in einem Raum fressen lassen und eventuelle Reste schnell entsorgen.

Ist das Gegenteil der Fall - der Hund will immer ans Katzenfutter - gibt es zwei weitere Möglichkeiten: Entweder können Halter mit dem Hund Abbruchsignale üben. Der Hund lernt dann, dass Katzenfutter für ihn tabu ist. Oder sie füttern die Katze an einem erhöhten, für den Hund unerreichbaren Platz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare