Wie reagiert Netflix?

Netflix: Wirbel um „The Crown“ – Kultusminister fordert ernste Warnung

Eine Szene der Netflix-Serie „The Crown“.
+
Die 4. Staffel von „The Crown“ startet im November 2020 auf Netflix.

Es ist nicht das erste Mal, dass jemand nicht ganz so zufrieden mit der historischen Genauigkeit bei „The Crown“ ist. Diesmal ist es ein Minister – und der will einen Warnhinweis.

Die letzte, etwas schärfere Kritik an Netflix‘ Erfolgsserie „The Crown*“ kam von Sarah Horsley. Sie ist die Witwe des 1988 bei einem Skiunfall verstorbenen Major Hugh Lindsay. Horsley hatte Netflix, beziehungsweise die Macher der Serie, darum gebeten, den Unfalltod ihres Mannes, bei dem auch Prinz Charles dabei war und der daher von größerer Bedeutung für die Geschichte der Serie ist, nicht genauer zu thematisieren. Resigniert musste die 67-Jährige feststellen, dass man ihrem Wunsch nicht nachgekommen war. Nun gibt es den nächsten Aufreger: Der britische Minister Oliver Dowden möchte das historische Drama mit einem Warnhinweis versehen.

Lesen Sie auch: Netflix-Rekord: Millionen Zuschauer sahen diese Serie innerhalb weniger Tage.

„The Crown“ mit Warnhinweis? Britischer Minister fordert es

Aufgrund der teilweise fehlenden historischen Genauigkeit fordert der britische Minister Oliver Dowden, dass die Dramaserie mit einem Hinweis versehen wird, der ihren fiktiven Charakter hervorhebt. Der „Mail on Sunday“ sagte der Kultusminister, dass es sich bei der Show um ein wunderbares Werk der Fiktion handle, und das Netflix dies auch, wie bei vielen anderen Serien, hervorheben solle. Ansonsten, so befürchte er, würde eine Generation von Zuschauern bestimmte Serienereignisse als wahr empfinden.

Auch interessant: „American Horror Story“: Wann startet die 10. Staffel auf Netflix?

Vorstoß des Kultusministers stößt auf wenig Gegenliebe

Wie der „Guardian“ berichtet, sind Filmhistoriker nicht gerade begeistert von der Idee. So weist zum Beispiel Alex von Tunzelmann süffisant darauf hin, dass Netflix bereits deutlich zeige, dass es sich um ein fiktives Werk handelt – indem es die Serie als Drama bezeichne und Schauspieler einsetze. Der Seriengigant selbst ging bisher nicht auf den Vorschlag des britischen Kultusministers ein. Im Gegensatz zu Sarah Horsley, die auf ihre per Brief übermittelte Bitte ebenfalls einen Brief zurückerhielt, in dem die Macher von „The Crown“ Horsleys eigenen Worten zufolge sehr freundlich geantwortet hätten, man würde versuchen, das Ereignis möglichst respektvoll nachzustellen. (fh) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Lesen Sie auch: Netflix-Serie mit Luke Mockridge startet heute — glückt sein Schauspieldebüt?

Das sind die Serien-Highlights von 2020

Viele haben gehofft, dass die 4. Staffel "The Last Kingdom" noch 2019 erscheint. Daraus wurde nichts, doch Andeutungen auf der offiziellen Instagram-Seite der Serie verrieten, dass es 2020 endlich so weit sein wird.
Das Rauben geht weiter, denn die Netflix-Serie "Haus des Geldes" geht am 3. April 2020 in die 4. Staffel. Danach ist übrigens noch lange nicht Schluss, da eine 5. Season ebenfalls schon angekündigt wurde.
Bereits im Januar bietet Amazon Prime eine Neuerscheinung an, die insbesondere Fans alter Serien wie "Raumschiff Enterprise" freuen dürfte: "Star Trek: Picard". Exakt einen Monat nach Weihnachten, am 24. Januar, startet das SciFi-Abenteuer mit Hauptdarsteller Patrick Stewart, der schon in vergangenen "Star Trek"-Produktionen als Jean-Luc Picard auftrat.
Fans der Serie "Spuk in Hill House" dürfen sich weiter gruseln, denn ein 2. Staffel steht bevor. 2020 wird sie voraussichtlich auf Netflix erscheinen, doch ein genaues Datum steht noch nicht fest.
Das sind die Serien-Highlights von 2020

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare