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Netflix schmeißt alle Darsteller von sündhaft teurer Serie raus

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Von: Sophia Adams

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Netflix hat alle Verträge der Stars einer Superhelden-Serie gekündigt. Der Produzent veröffentlichte dazu einen ungewöhnlichen Kommentar.

Das kam unerwartet: Wie das Magazin Deadline berichtet, soll Netflix alle Darsteller der Superhelden-Serie „Jupiter‘s Legacy“* nach der 1. Staffel entlassen haben. Die Folgen sind erst Anfang Mai 2021 auf dem Streamingdienst online gegangen. Zunächst schien es so, also würde Netflix eine eigene Helden-Welt mit den Comic-Figuren von Mark Millar aufbauen wollen. Vielleicht hätten die Produktionen zur wahren Konkurrenz für Disneys Marvel-Universum werden können.

Die 1. Season von „Jupiter‘s Legacy“ endete mit einem Cliffhanger. Um ungeklärte Fragen zu beantworten, müssten die altbekannten Schauspieler weiterhin mit von der Partie sein. Die Entlassungen kommen also einer Absetzung der gesamten Serie gleich. Doch geht „Jupiter‘s Legacy“ tatsächlich zu Ende? Millar hat dazu ein Statement veröffentlicht, das Hoffnung macht.

„Jupiter‘s Legacy“ auf Netflix: Schicksal der Serie ist immer noch unklar

Die Gründe für die vermeintliche Absetzung erläutern Deadline und Netflix nicht. Vermutlich spielten aber unterschiedliche Faktoren eine Rolle: Schon während der Dreharbeiten der 1. Staffel ist der ursprüngliche Showrunner Steven S. DeKnight wegen kreativer Differenzen ausgestiegen. Möglicherweise bestehen noch immer Uneinigkeiten in Bezug auf die Richtung, die die Macher in Zukunft einschlagen wollen. Zudem soll die Produktion der ersten Folgen dem „The Hollywood Reporter“-Autor Borys Kit zufolge satte 200 Millionen Dollar (circa 165 Millionen Euro) gekostet haben. Das entspricht 25 Millionen Dollar pro Folge. Den gleichen Preis bezahlt Disney für alle Marvel-Serien, wodurch „Jupiter‘s Legacy“ zu den teuersten Serien der modernen Zeit zählt. Trotz der hohen Kosten sind die Rezensionen sehr schlecht ausgefallen. Von den Film-Kritikern auf Rotten Tomatoes erhielt die Serie beispielsweise nur 38 Prozent von möglichen 100 Prozent (Stand: 4. Juni 2021). Vermutlich bewegten die schlechten Bewertungen sowie die hohen Kosten den Streamingdienst dazu, „Jupiter‘s Legacy“ vorerst ruhen zu lassen.

Netflix will eine endgültige Absetzung aber nicht bestätigen. Mark Millar verrät auf Twitter, dass die Macher “später noch einmal zur Serie zurückkehren werden“. Eine 2. Staffel in ferner Zukunft scheint also im Rahmen des Möglichen zu sein. Da die Schauspieler allesamt entlassen wurden, sollten die Fans in den nächsten Jahren allerdings nicht mit einer Fortsetzung rechnen.

 Eine Szene der Netflix-Serie „Jupiter‘s Legacy“.
Die Schauspieler der Netflix-Serie „Jupiter‘s Legacy“ wurden nach nur einer Staffel entlassen. © Netflix

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„Jupiter‘s Legacy“: Netflix will weiterhin Geschichten aus dem Helden-Universum erzählen

Generell möchte Netflix die Zusammenarbeit mit Mark Millar nicht auf Eis legen. Wie der Comicbuch-Autor weiter auf Twitter berichtet, soll Ende 2021 ein Anime zu seinem Werk „Supercrooks“ erscheinen. Die Geschichte handelt von mehreren Schurken, die sich zusammenschließen, um spektakuläre Raubüberfälle zu begehen. „Supercrooks“ soll außerdem eine Serie mit echten Darstellern erhalten. Da die Story im „Jupiter‘s Legacy“-Universum spielt, könnten die ehemaligen Darsteller wie Josh Duhamel (Sheldon Sampson) in der kommenden Produktion zurückkehren. Ob es dazu kommt, ist aber noch nicht bekannt. (soa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant: Netflix entfernt einen weltbekannten Anime und unzählige weitere Inhalte im Juni 2021.

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