Von Haien aufgefressen?

Keine Überlebenden, keine Leichen, Schiff war intakt: Ist das der schaurigste Schiffsuntergang aller Zeiten?

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Bereits im Jahr 1919 sank das spanische Schiff Valbanera vor Kuba. 488 Menschen waren damals an Bord. Doch bis heute wurde keine einzige Leiche geborgen ...

Es war eines der größten Tragödien der Passagier-Schifffahrt - und auch eine der mysteriösesten. Im September 1919 erlitt der spanische Dampfer Valbanera vor der kubanischen Küste Schiffbruch. Damals befanden sich 488 Passagiere an Bord. Darunter hauptsächlich arme Auswanderer von den Kanarischen Inseln, die hofften, in der Neuen Welt, das große Glück zu finden. Endstation war Havanna, doch bereits am Hafen von Santiago de Cuba gehen einige Ungeduldige von Bord.

"Valbanera": Schauriger Mythos um Untergang des Auswandererschiffs

Von da an verliert sich die Spur des 8.000 Tonnen schweren Dampfers, wie die spanische Tageszeitung ABC berichtet. Angeblich soll in dieser Nacht ein heftiger Sturm gewütet haben, dennoch soll der Kapitän Ramón Martín Cordero auf den Hafen von Havanna zugesteuert sein. Wegen des Sturms war dieser allerdings geschlossen. Aus diesem Grund ankerte die Valbanera vor dem Hafen der kubanischen Hauptstadt, anscheinend wollte es den Sturm abwarten. Doch am nächsten Morgen war das Schiff verschwunden.

Zehn Tage später wurde das Wrack gefunden, es war in seichten Wassern zwischen Kuba und der Küste von Florida gesunken. Doch der Untergang der Valbanera wirft bis heute Rätsel auf: Schließlich ist nicht geklärt, warum der Dampfer untergegangen ist - obwohl er doch äußerlich komplett intakt und manövrierfähig erschien. Zudem stellt sich die Frage, warum keines der Rettungsboote zu Wasser gelassen wurde - im Angesicht des Untergangs.

488 Menschen verschwunden: Von Haien gefressen oder von der Strömung abgetrieben?

Doch das wohl Gruseligste ist, dass an Bord noch sowie rund um das Wrack im Wasser weder Überlebende noch Leichen gefunden wurden. Während damals spekuliert wurde, ob es ein paar Passagiere ins Bermudadreieck verschlagen hatte oder einzelne von ihnen es nach Florida geschafft hatten, hat der spanische Historiker Julio González Padrón eine simple Theorie. Er glaubt im Interview mit ABC, dass die Schiffbrüchigen von Haien und Barrakudas, die in den Gewässern rund um den Unglücksort heimisch sind, aufgefressen wurden.

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Der deutsche Hai-Forscher Alexander J.Godknecht hält diese Theorie allerdings für "unwahrscheinlich" - stattdessen sei denkbar, dass einfach an der falschen Stelle nach den Opfern gesucht wurde. "Unter den richtigen Wetterbedingungen ist es durchaus möglich, dass die Schiffbrüchigen von der sogenannten 'Loop'-Strömung, die zwischen Kuba und Florida Richtung Nordatlantik fließt, weggetragen wurden und 'verdursteten, ertranken oder anders starben'", so der Experte. Dennoch liefert das mysteriöse Unglück noch heute Stoff für viele Mythen und Legenden sowie spanische Gedichte.  

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jp

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