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Urlaub in Spanien: Inzidenz steigt - droht bei der Rückkehr jetzt Quarantäne?

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Von: Marcel Guboff

In Spanien gehen die Corona-Zahlen wieder nach oben, die Inzidenz steigt. Ist der Urlaub jetzt in Gefahr? Wird das Land zum Risikogebiet? So ist die Lage.

Hamm - In den ersten deutschen Bundesländern sind bereits Sommerferien - darunter etwa Nordrhein-Westfalen. Die hierzulande sinkende Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus haben viele zum Anlass genommen, (endlich) wieder in den Urlaub zu können. Das bei den Deutschen so beliebte Urlaubsland fährt immer mehr hoch. (News zum Coronavirus)

LandSpanien
HauptstadtMadrid
Bevölkerung46,94 Millionen (2019)

Urlaub in Spanien: Inzidenz steigt - droht bei der Rückkehr nun Quarantäne?

Volle Schlangen an den Flughäfen wie zum Beispiel in Palma de Mallorca - und auch das Nacht- und Partyleben nimmt immer mehr zu. Doch genau das könnte Urlaubern bald schon zum Verhängnis werden: Denn mit der offensichtlich steigenden Sorglosigkeit steigt auch die Inzidenz wieder an. Spanien ist plötzlich wieder Corona-Hotspot. Und die Bundesregierung plant wohl, ganz Spanien als Risikogebiet einzustufen.

Nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums vom Dienstag betrug die Sieben-Tage-Inzidenz für das gesamte Land rund 155,7 (Stand: 6. Juli). Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert laut Robert-Koch-Institut am gleichen Tag 4,9. Spanien liegt damit sogar vor Portugal (151,1), das mittlerweile nicht mehr als Virusvariantengebiet gilt, sondern „nur“ noch als  Corona-Hochinzidenzgebiet.

Ob Spanien bald das gleiche Schicksal droht, ist offen. Bislang hat das Auswärtige Amt nur einzelne Regionen Spaniens als Risikogebiete eingestuft, weil sie eine sehr hohe Inzidenz aufweisen. Dazu zählen:

Spanien bald Corona-Risikogebiet? Außenminister Heiko Maas bezieht Stellung

Entwickeln sich die Inzidenzen auch in anderen Regionen des Landes Spaniens so weiter, droht eventuell bald generell nach der Rückreise aus Spanien eine Quarantänepflicht. Für die Balearen mit Mallorca kletterte die Sieben-Tage-Inzidenz bis Dienstagabend wieder auf 128 - also weit über den Wert von 50, ab dem Deutschland von einem Risikogebiet ausgeht. Gut möglich, dass die liebste Urlaubsinsel der Deutschen deshalb bald wieder zu einem solchen erklärt wird, so wie das schon mit Katalonien geschehen ist.

Für deutsche Mallorca-Urlauber hätte das aber kaum praktische Auswirkungen und wäre für die Sommersaison höchstens ein Imageschaden. Rückkehrer müssten dann einen negativen Corona-Test, einen Nachweis über eine vollständige Impfung vorlegen oder eine Genesung von Covid-19 nachweisen, um einer Quarantäne zu entgehen. Solche Nachweise müssen aber auch jetzt schon bei der Einreise nach Deutschland per Flugzeug vorgelegt werden. Eine Katastrophe für die Tourismusbranche wäre nur die Einstufung als Hochrisikogebiet oder gar als Virusvariantengebiet. Der Nachbar Portugal musste letzteres ja bereits erleiden. Dann würde eine Zwangsquarantäne drohen - ohne Chance auf Verkürzung. Auch nicht für Geimpfte.

So weit müsse es aber nicht kommen, betonte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Montag. „Es gibt keinerlei Hinweise auf Entwicklungen, die befürchten ließen, dass wir in absehbarer Zeit wieder Entscheidungen treffen müssten, die dazu führen, dass deutsche Touristen in Spanien keinen Urlaub mehr machen können“, betonte Heiko Maas. Eine generelle Reisewarnung gibt es für Spanien seitens des Auswärtigen Amtes aktuell nicht.

Urlaub in Spanien trotz Corona: Die wichtigsten Regeln für die Einreise

Der spanische Corona-Hotspot Katalonien hat bereits reagiert und das Nachtleben stark eingeschränkt. Man werde eine Schließung der Innenbereiche aller nächtlichen Vergnügungslokale anordnen, teilte die Regionalregierung am Dienstag in Barcelona mit. Die Maßnahme solle am Freitagabend (9. Juli) in Kraft treten. Über die Details werde noch gesprochen, sagte Regierungssprecherin Patricia Plaja. „Die Pandemie ist nicht zu Ende. Es gibt neue Varianten, die sehr ansteckend sind. Und viele sind noch nicht geimpft“, warnte sie. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen kletterte in Katalonien zuletzt auf gut 378. Vor einer guten Woche lag dieser Wert noch bei 55.

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