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Urlaub 2021: In diesen Reiseländern Europas ist das FSME-Risiko hoch

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Nicht nur die Corona-Pandemie sollten Reisende im Urlaub im Hinterkopf behalten. Es gibt weiterhin zahlreiche Gebiete in Europa, wo das FSME-Risiko hoch ist.

München - Gelockerte Einreise-Regeln machen einen Urlaub in fast ganz Europa wieder möglich. Doch auch mit vollständiger Impfung gegen das Coronavirus sollten Reisende nicht unvorsichtig werden. Gerade in den Sommermonaten macht sich nämlich wieder ein anderes Virus bemerkbar – und zwar FSME. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis wird von Zecken auf den Menschen übertragen und kann bei schweren Verläufen gefährliche Entzündungen im Gehirn oder neurologische Ausfälle auslösen.

Gerade im Süden Deutschlands, in Bayern und Baden-Württemberg sowie Regionen in Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen, ist die Gefahr einer Übertragung des FSME-Virus laut den aktuellsten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hoch. Im Jahr 2020 wurde mit 704 FSME-Erkrankungen sogar die bislang höchste Zahl an Erkrankungen seit Beginn der Datenerfassung gemeldet. Aber auch in anderen Ländern Europas besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion.

In diesen Ländern Europas ist das FSME-Risiko hoch

FSME-Endemiegebiete befinden sich mit Blick auf Mitteleuropa laut RKI in Österreich, in der Schweiz, in Polen, in Tschechien und in der Slowakei sowie in Nordeuropa in den baltischen Ländern, Süd- und Mittelschweden, an der Südküste Norwegens und Finnlands sowie in Teilen Dänemarks. Auch im europäischen Teil Russlands und in Südosteuropa – Ungarn, Kroatien, Slowenien und Albanien müssen Reisende sich vor einer FSME-Erkrankung in Acht nehmen. Weniger von Bedeutung seien die niedrigen FSME-Fallzahlen oder Einzelfälle in Frankreich (Elsass), Italien (Trentino), England und den Niederlanden.

Blühende Wiese auf den Dorfer Feldern mit schneebedecktem Gipfel des Brunner Berges im Hintergrund.
Nach dem Wandern sollten Sie sich immer auf Zecken überprüfen. © imago-images

Gerade in einigen unserer Nachbarländer sollte also Vorsicht geboten sein: „In Österreich selbst sind wir nach wie vor besonders stark von FSME betroffen, das ganze Land gilt als Endemiegebiet“, erklärte zuletzt Primar Rainer Gattringer, Leiter Infektiologie und Tropenmedizin am Klinikum Wels-Grieskirchen laut dem österreichischen Portal nachrichten.at. Abgesehen von Österreich seien dem Portal zufolge die Infektionszahlen gerade in Slowenien sehr hoch und lagen in den vergangenen Jahren zwischen 62 und 531 Fällen pro Jahr. In Kroatien wurden im letzten Jahr nur 20 Fälle gemeldet, doch es gäbe ingesamt nur wenige Daten.

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FSME-Risikogebiete: Impfschutz wichtig, um Folgeschäden zu vermeiden

Der wirksamste Schutz gegen eine FSME-Infektion sei eine Schutzimpfung, wie Gattringer informiert: „Anders als bei anderen Infektionskrankheiten können wir FSME nicht dadurch eindämmen, dass möglichst viele Menschen geimpft sind. Aufgrund des Übertragungsweges über die Zecken gibt es nur die Möglichkeit eines individuellen Impfschutzes. Das Virus bleibt in jedem Fall präsent.“ Es gibt einige Tipps und Tricks, die Urlauber mit Blick auf Zecken beachten sollten.

Bei einer Infektion ohne vorhandenen Impfschutz könne es sowohl zu asymptomatischen als auch schweren Krankheitsverläufen kommen. Da bei etwa einem Drittel der Patienten lang andauernde Folgeschäden nach durchgemachter Erkrankung auftreten können, sei es wichtig, sich gleich im vornherein mit einer Impfung zu schützen. (fk)

Lesen Sie auch: Reisewarnung für Corona-Risikogebiete soll ab 1. Juli fallen – fast 100 Länder weltweit betroffen.

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