Sonst kann es teuer werden

Änderungen zum 1. Juli 2018: Das müssen Sie über das Pauschalreiserecht wissen

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Ab 1. Juli 2018 gibt es im Reiserecht einige wichtige Änderungen.

Immer mehr Menschen buchen ihre Reise online, gestalten sie individuell und spontan. Im Pauschalreiserecht tritt am 1. Juli 2018 eine neue Richtlinie in Kraft.

Update vom 30. Juli 2018

Auch zum 1. August kommen eine Reihe von gesetzlichen Änderungen auf die Bundesbürger und Verbraucher zu. Diese betreffen diesmal unter anderem den Familiennachzug und die Kita-Gebühren in einigen Bundesländern.

Änderungen zum 1. Juli 2018: Das müssen Sie über das Pauschalreiserecht wissen

In diesem Jahr ändert sich in Sachen Reisebuchung so einiges. Vor allem ab dem 1. Juli 2018 sollten Urlauber aufpassen, ab da gibt es nämlich Änderungen im Reiserecht.

Auf welche Punkte Sie dabei besonders achtgeben sollten, hat Finanztest zusammengestellt. Lesen Sie dazu alles in der Übersicht:

Preiserhöhung der Reise zwischen Buchung und Reiseantritt

Oft vergessen, aber nicht selten der Fall: Nach der Buchung und vor Antritt der Reise können die Kosten für Ihre Reise nochmal erhöht werden. Diese Erhöhungen umfassten bisher bis zu fünf Prozent. Ab 1. Juli 2018 und mit dem neuen Pauschal­reiserecht sind Erhöhungen bis zu acht Prozent erlaubt.

Eine weitere drastische Änderung: Durfte die Reise bisher nicht mehr in vier Monaten bis zur Reise teurer werden, sind es ab 1. Juli nur noch zwanzig Tage. Bis kurz vor Reiseantritt dürfen Veranstalter also den Preis für die Reise nochmal erhöhen.

Lesen Sie hier: Die zehn besten Apps für Sicherheit auf Reisen.

Kostenloser Rück­tritt: Nur noch in manchen Fällen möglich

Sie möchten kostenlos von Ihrer geplanten Reise zurücktreten? Das ist in folgenden Situationen möglich:

  • Naturkatastrophen am Reiseziel
  • Politische Unruhen am Reiseziel
  • Das Auswärtige Amt spricht nach der Buchung eine Reisewarnung für das Reiseziel aus
  • Der Veranstalter verteuert die Reise um mehr als derzeit 5 Prozent oder – ab 1. Juli 2018 – um 8 Prozent
  • Die Reise ändert sich nach der Buchung wesentlich, etwa wenn bei einer Kreuz­fahrt einige Häfen als Anlaufpunkte gestrichen werden

Preis­minderung für die Reise: Wann ist das möglich?

Laut Finanztest dürfen Reisende, die ihre Reise ab 1. Juli 2018 buchen, nach dem neuen Pauschal­reiserecht noch zwei ­Jahre nach dem Urlaub reklamieren. Das geht allerdings erst, wenn der Veranstalter die Chance bekommt, die Mängel vorher zu beheben.

Alle Änderungen des Pauschalreiserechts ab 1. Juli 2018 im Überblick

Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland hat noch einmal die wichtigsten Änderungen zusammengefasst:

  • Reisende können sich auch beim Reisevermittler direkt beschweren.
  • Der Reisepreis darf bis 20 Tage vor Reisebeginn um 8 Prozent erhöht werden. 
  • Ferienhäuser, die beim Reiseveranstalter gebucht werden, fallen nicht mehr unter das Pauschalreiserecht. Es gilt stattdessen das Mietrecht des jeweiligen Landes. 
  • Tagesreisen, die mehr als 500 Euro kosten, zählen als Pauschalreise. 
  • Wenn Sie für Ihre Kosten direkt ans Reisebüro bezahlen, sind Sie gegen dessen Insolvenz geschützt. Aber nicht gegen die der Airline oder des Hotels.
  • Click-Through-Buchungen fallen unter das Pauschalreiserecht.

Keine Extrakosten für Kreditkartenzahlung bei Online-Buchung der Reise

Übrigens: Wer online bucht, kann endlich wieder seine Kreditkarte einsetzen. Denn seit 13. Januar 2018 dürfen bei der Nutzung von Visakarte und Mastercard keine Extra­kosten mehr anfallen.

Auch interessant: Reiserücktrittsversicherung: Diese Fehler sollten Sie dringend vermeiden.

sca

Reiserecht: Gründe für den Reiserücktritt - und welche Versicherung wichtig ist

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