Tickets ab mindestens 50 Euro

Mindestpreis für Flugtickets: Werden Billigflüge bald komplett abgeschafft?

Nahaufnahme eines Flugzeugs.
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Billigflüge könnten mit der Forderung nach einem Mindestpreis für Flugtickets bald ein Ende haben.

Wenn es nach Kanzlerkandidat Olaf Scholz geht, sollen innereuropäische Flüge einen Mindestpreis erhalten. Mehr zu dem Vorhaben erfahren Sie hier.

Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit sieht das Wahlversprechen des SPD-Kanzlerkandidaten Scholz unter anderem Veränderungen für Reisen in Deutschland und in Europa vor. Im Speziellen will er Billigflüge abschaffen und einen Mindestpreis von 50 Euro oder gar 60 Euro einführen. Ein ähnliches Modell ist in anderen Ländern durchaus schon Realität.

Mindestpreis für Flugtickets – österreichische Modell

In Österreich wird der Mindestpreis für Flüge bereits umgesetzt, wie reisetopia berichtet. Die Preise richten sich hier nach der Länge des Fluges. Die sogenannte Anti-Dumping-Klausel sieht vor, dass ein Flug nicht günstiger als 40 Euro sein darf. Nach diesem Modell will auch Scholz die Preise für Flugtickets anpassen. „Kein Flug darf billiger sein als die Flughafengebühren und alle anderen Gebühren, die dafür anfallen“, erläuterte er in der Sendung ProSieben Spezial Live. Dabei spricht er wohl hauptsächlich auf innereuropäische Billigflüge an. Während die EU eine freie Preisgestaltung anstrebt, plädiert Scholz für eine Preisgrenze.

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Reisen innerhalb Deutschland: Zug oder Flug?

Auch was das Reisen innerhalb des Landes angeht, sieht die SPD Potenzial für Veränderung. So sollen die Bahnreisen attraktiver gestaltet und innerdeutsche Flüge weitestgehend eingeschränkt werden. Und auch hier geht ein Nachbarland als Vorbild voran. In Frankreich wird schon seit längerem auf Bahnfahren gesetzt. Das Netz wurde dementsprechend angepasst. Dort sollen in Zukunft alle Flüge, deren Ziele via Bahn innerhalb von zweieinhalb Stunden erreichbar sind, verboten werden. Allerdings ist fraglich, inwiefern eine solche Regelung in Deutschland umgesetzt werden kann. Immerhin verfügt das Land noch nicht über das nötige Streckennetz.

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Alles in allem wolle Scholz nicht nur den Fernverkehr attraktiver und preisgünstiger gestalten. Auch einen Ausbau des Nahverkehrs sieht er in seinem Wahlprogramm vor. So habe er sich für sogenannte 365-Euro-Tickets innerhalb Gemeinden und Landkreisen ausgesprochen. Ob und inwiefern ein Mindestpreis für Flugtickets umgesetzt werden kann, ist bisher unklar. Auch bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen dieser auf Lohn-Dumping und den Kampf gegen den Klimawandel hat. (swa)

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