Was Urlauber beachten müssen

Urlaub auf den Kanarischen Inseln: Seit dem 14. November gelten verschärfte Corona-Maßnahmen

Die Kanarischen Inseln gehören aktuell zu den wenigen Gebieten in Europa, die nicht zu den Corona-Risikogebieten gehören.
+
Die Kanarischen Inseln gehören aktuell zu den wenigen Gebieten in Europa, die nicht zu den Corona-Risikogebieten gehören.

Die Kanaren gehören aktuell nicht mehr zu den Risikogebieten. Allerdings müssen sich Touristen seit dem 14. November auf verschärfte Corona-Maßnahmen einstellen.

Urlaub auf Kanarischen Inseln zur Corona-Zeit: Diese Regeln gelten jetzt

Update vom 9. November 2020: Seit dem 24. Oktober zählen die Kanarischen Inseln nicht mehr zu den Risikogebieten. Bei der Rückreise von Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote oder den kleineren Inseln La Gomera, La Palma und El Hierro brauchen Sie also in Deutschland nicht in Quarantäne zu gehen. Doch auf der Inselgruppe selbst sollen ab dem 14. November verschärfte Einreiseregeln gelten.

Dazu gehört laut Auswärtigem Amt, dass alle Besucher, die sich in einem touristischen Beherbergungsbetrieb aufhalten möchten, an der Rezeption einen negativen Corona-Test vorlegen müssen. Dieser darf nicht älter sein als 72 Stunden und ist entweder in Papierform oder auf dem Smartphone vorzuweisen. Der vollständige Name der getesteten Person, der Name des Labors sowie Datum und Uhrzeit des Tests müssen darauf angegeben sein. Sowohl PCR- als auch Antigentests sind erlaubt.

Nach Möglichkeit sollte noch im Herkunftsland getestet werden, allerdings könne dies auch noch im Anschluss an die Einreise in einer autorisierten Teststation gemacht werden. Die Kosten sind selbst zu tragen. Zudem müssen Touristen während ihres Aufenthalts die spanische Corona-App „Radar Covid“ aktivieren und diese erst 15 Tage nach der Rückreise wieder deaktivieren.

Urlaub auf den Kanaren: Fuerteventura? Gran Canaria? Oder doch lieber El Hierro?

Als Inseln des ewigen Frühlings werden die Kanaren bezeichnet. Vieles haben sie gemeinsam, zum Beispiel das milde Klima. Doch in etlichen Punkten gibt es Unterschiede. Welche der sieben Inseln passt am besten zu welchem Urlaubstyp? Diese Frage stellt sich umso mehr, nachdem die Kanaren nun kein Risikogebiet mehr sind – damit ist auch die Reisewarnung entfallen. Die Inselgruppe könnte eines der wenigen, wärmeren Winterziele für deutsche Urlauber sein.

Urlaub auf den Kanaren - Fuerteventura: Weiße Strände mit viel Wind

Endlose Sandstrände sind wohl das erste, an das man bei Fuerteventura denkt. Im Norden sind es die Dünenstrände rund um den Hauptort Corralejo, der ein angenehmes Flair hat. Im Süden der Insel* - egal ob an der Costa Calma, bei Jandia oder Esquinzo - gibt es das in dem Maße nicht. Dort verbringen die Urlauber ihre Ferien oft die ganze Zeit in ihren Hotels. Während die Strände der meisten anderen Kanareninseln schwarzen Sand haben, punktet Fuerteventura bei vielen Urlaubern mit seinem weißen Sand. Der längste Strand der ganzen Kanaren ist mit 14 Kilometern der Cofete. Zum Baden eignet sich der Strand aber nur bedingt.

Fuerteventura ist eine sehr langgestreckte Insel, vom nördlichsten bis zum südlichsten Punkt sind es knapp 100 Kilometer. Kleiner Minuspunkt für Urlauber, die ein Hotel im Süden gebucht haben: Der Flughafen liegt eher im Norden der Insel. Der Transfer mit dem Bus dauert recht lange. Die Temperaturen auf Fuerteventura liegen das ganze Jahr über selten unter 20 und so gut wie nie über 30 Grad. Etwas unangenehm kann mitunter der starke Wind sein, der wiederum ideale Voraussetzungen für alle Kite- und Windsurfer bietet. Nicht umsonst gilt Fuerteventura als Surfhotspot.

Lesen Sie hier: Tui trotzt Corona-Reisewarnung - und bringt Urlauber in Risikogebiet.

Urlaub auf den Kanaren - Lanzarote: Die Pärchen-Insel

Lanzarote ist die kleinste der vier großen Kanareninseln. Neben Lavalandschaften gibt es viele Stellen zum Baden, aber auch Aktivurlaubern und Kulturbegeisterten wird einiges geboten. Letztere kommen vor allem wegen des Künstlers César Manrique, der viele Spuren hinterlassen hat. Entsprechend ist das Publikum etwas anders als zum Beispiel auf Fuerteventura. Es gibt zwar auch Familien, der Fokus liegt aber eher auf Paaren. Auch das Preisniveau ist etwas höher als auf den Masseninseln. Außerdem ist die Fluganbindung nicht ganz so gut. Die Insel ist vor allem bei Spaniern sehr beliebt.

Lesen Sie hier: Mallorca öffnet Clubs und Discos - jedoch mit dieser massiven Einschränkung.

Urlaub auf den Kanaren - Teneriffa: Badeurlaub und ein mächtiger Vulkan

Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln und gilt vielen auch als die abwechslungsreichste. Im Grunde ist die Insel zweigeteilt: in Nord und Süd. Das zeigt sich zum Beispiel beim Klima, bei der Landschaft, aber auch beim Publikum. Im Süden ist vor allem klassischer Badeurlaub angesagt. Im deutlich grüneren Norden gibt es kaum Sandstrände, dort ist Wandern angesagt. Neben Wandern und Sonnenbaden bietet Teneriffa noch vieles mehr, etwa mit Santa Cruz eine spannende Hauptstadt und Golfplätze. Überragt wird die Insel vom Teide, Spaniens höchstem Berg. Er ist für viele allein schon ein Grund, auf die Insel zu kommen - im Nationalpark rund um den Berg kann man gut wandern. Die Anreise nach Teneriffa ist problemlos. Die Insel verfügt über zwei Flughäfen, wobei fast alle internationalen Flüge zum Flughafen im Süden führen. Die Straße in den Norden ist gut ausgebaut.

Lesen Sie hier: So können Sie jetzt zuhause Urlaub machen - und sich nicht unterkriegen lassen.

Urlaub auf den Kanaren - Gran Canaria: Die Familieninsel

Bei Urlaubern aus Deutschland ist Gran Canaria die beliebteste Kanareninsel. Ähnlich wie Teneriffa ist auch Gran Canaria in Nord und Süd unterteilt. Der Norden ist kühler und feuchter, hat dafür aber auch eine größere Vegetation. Der Süden ist trockener, wärmer und sonniger. Den deutschen Urlauber zieht es ganz klar in den Süden, wegen der dortigen Strände, allen voran bei Maspalomas. Dank zahlreicher Apartments ist der Süden der Insel vor allem bei Familien sehr beliebt. Daneben zieht die Insel ein junges Partypublikum an, seit Jahren kommen auch Schwule und Lesben gerne hierher zum Urlaub. Der Norden dient meist nur für einen Ausflug - zum Beispiel in die Inselhauptstadt Las Palmas. Im Inneren der Insel gibt es viel Natur, unter anderem 33 Naturschutzgebiete.

Lesen Sie hier: Reiseziele in Europa mit kristallklarem Wasser - für die Zeit nach der Corona-Krise.

Urlaub auf den Kanaren - La Palma: Wanderfreuden abseits der Massen

Wer keine Lust auf Massentourismus hat und nicht die ganze Zeit am Strand liegen möchte, kommt nach La Palma. Wanderer lieben La Palma. Es gibt nur einige wenige größere Hotels, die Unterbringung erfolgt meist in kleinen Anlagen. Ein Tipp ist das Observatorium am Roque de los Muchachos. Aufgrund der klaren Luft und des stabilen Wetters lassen sich von hier besonders gut die Sterne beobachten.

Urlaub auf den Kanaren - La Gomera: Teneriffas kleine Nachbarinsel

Anders als La Palma hat Gomera keinen internationalen Flughafen. Die Insel profitiert aber von ihrer Nähe zu Teneriffa. Von dort aus fahren Boote. Deshalb buchen einige Urlauber auch eine Kombination der beiden Inseln. La Gomera hat tolle Golfplätze.

Urlaub auf den Kanaren - El Hierro: Für Aussteiger auf Zeit

El Hierro ist die kleinste und ursprünglichste der Kanareninseln - und sicher auch die speziellste. Die Seele baumeln lassen und wandern: Das geht gut auf El Hierro. Im Gegensatz zu La Palma sind die Berge jedoch deutlich niedriger. Auch Taucher kommen auf El Hierro auf ihre Kosten. (dpa / sca) - *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant: Strand-Geheimtipps: Atemberaubende und einsame Orte weltweit.

Welche Kanareninsel ist die richtige für mich?

Vulkan Teide
Aussichtspunkt Mirador del Río auf Lanzarote
Dünenmeer Maspalomas auf Gran Canaria
El Hierro
Welche Kanareninsel ist die richtige für mich?

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare