Schlechte Ernte

Kartoffeln werden bis zu 30 Prozent teurer

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Die ganze Landwirtschaft hat unter dem trockenen und heißen Sommer gelitten. Auch Kartoffelbauern befürchten eine sehr schlechte Ernte - das bekommen die Verbraucher zu spüren. Foto: Martin Schutt

Die Dürre in diesem Sommer bringt viele Bauernhöfe in Schieflage. Mit Sorge schauen die Landwirte auf die nun einsetzende Ernte der Speisekartoffeln. Vor diesem Hintergrund eröffnet Europas größte Branchenmesse ihre Tore.

Springe (dpa) - Angesichts dramatischer Ernteeinbrüche drohen Deutschlands Verbrauchern bei den Kartoffelpreisen Steigerungen von bis zu 30 Prozent. "Wir erwarten eine der kleinsten Kartoffelernten, die wir jemals in Deutschland hatten", sagte Martin Umhau von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG).

Das Aufsichtsratsmitglied des Agrarverbands verweist auf Prognosen, wonach die deutsche Kartoffelernte dieses Jahr wegen der Dürre zwischen 8,5 Millionen und 10 Millionen Tonnen betragen könnte - im Vorjahr hatte sie noch bei 11,7 Millionen Tonnen gelegen.

Vor dem Auftakt der Kartoffelfachmesse PotatoEurope 2018, die am Mittwoch (12. September) auf dem niedersächsischen Rittergut Bockerode in Springe beginnt, wies Umhau zudem auf verändertes Verbraucherverhalten hin. Angesichts des demografischen Wandels mit immer kleineren Familien ginge der Trend schon seit Jahren weg von der Speisekartoffel und hin zu verarbeiteten Produkten wie Kroketten oder Puffern, sagte der Kartoffelbauer aus der Nähe von Leipzig.

Im Fokus von Europas größter Kartoffelmesse stehen die Dürrefolgen. Weitere Schwerpunktthemen der nach vier Jahren erneut in Deutschland stattfindenden PotatoEurope werden Züchtung, Düngung, Verarbeitung, Produktionstechnik, Pflanzenschutz und Handel sein. Niedersachsen gilt als Deutschlands Kartoffelbundesland Nummer eins. Es stellt rund 40 Prozent der bundesweiten Kartoffelerzeugung.

PotatoEurope2018

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