Tipp vom Profi

Welche Frage jeder im Bewerbungsgespräch stellen sollte

Beim Vorstellungsgespräch sollten Bewerber die richtigen Fragen stellen.

Bewerber können sich heute oft ihr Unternehmen aussuchen. Mit einer bestimmten Frage finden Sie heraus, wie das Unternehmen in einem wichtigen Punkt wirklich tickt.

Nicht nur der Bewerber sollte zum Unternehmen passen – auch das Unternehmen zum Bewerber. In Zeiten des Fachkräftemangels können sich viele ihren Job schon fast aussuchen. Deshalb ist es wichtig, im Vorstellungsgespräch die richtigen Fragen zu stellen, um das Unternehmen zu finden, das einen auch wirklich weiterbringt.

Wichtige Frage im Vorstellungsgespräch: Weiterentwicklung der Mitarbeiter 

Erica Keswin ist seit mehr als 20 Jahren Karrierecoach und war als solcher auch an der Stern School of Business an der New York University tätig. Sie hält es für besonders wichtig, dass sich Bewerber bereits im Vorstellungsgespräch nach den Weiterentwicklungsmöglichkeiten in der Firma erkundigen – etwa mit der Frage: "Können Sie beschreiben, wie Ihr Unternehmen dafür sorgt, dass sich Mitarbeiter weiterentwickeln?"

"Die Unternehmen sind immer weniger überrascht, Fragen dieser Art zu hören", verrät Keswin dem BusinessInsider. Schließlich hat sich der Arbeitsmarkt inzwischen geändert – viele Unternehmen müssen inzwischen um geeignete Mitarbeiter buhlen. Außerdem habe sich die Einstellung zur Weiterentwicklung heute geändert: Während früher Firmen die Weiterbildung als Sache der Mitarbeiter ansahen, liege diese inzwischen bei den Unternehmen selbst. 

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Mitarbeiter wünschen sich regelmäßige Leistungsfeedbacks

Um sich weiterentwickeln zu können, müssen Mitarbeiter aber auch erfahren, wo sie sich noch verbessern können. Gerade die jüngere Generation wünsche sich laut Keswin regelmäßige Leistungsfeedbacks. Eine Leistungsbeurteilung, die nur einmal im Jahr stattfindet, findet der Karrierecoach aber viel zu wenig. "Wenn man in so einer Firma angestellt wird und nur einmal im Jahr mit dem Vorgesetzten über die eigene Karriere und Leistung sprechen kann, ist das kein gutes Zeichen".

Bewerber sollten also unbedingt in Erfahrung bringen, wie Unternehmen das Thema Feedback und Weiterbildung bei ihren Mitarbeitern angehen und auch ruhig Vorstellungen äußern, in welchem Bereich man sein Wissen gerne erweitern würde. So wissen beide Seiten, woran sie sind.

Wer im Vorstellungsgespräch die richtigen Fragen stellt, kann Personaler außerdem wirklich beeindrucken. Mit diesen zwölf Fragen bleiben Sie Unternehmen im Gedächtnis.

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Von Andrea Stettner

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.

Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.

Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.

Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.

Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen.

Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.

Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.

"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.

Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken.

Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste.

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