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So wichtig ist ein Praktikum für Schüler und Studenten

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Online gibt es zahlreiche Jobportale, um Praktika ausfindig zu machen.

Die einen sehen es als leidige Pflicht, die anderen als Chance für die Zukunft: Ein Praktikum ist für Schüler und Studenten in vielerlei Hinsicht ein Karrierebaustein.

Nach der Schule und selbst im Studium wissen viele nicht, wohin die Reise geht: Deshalb ist es umso wichtiger, in verschiedene Betriebe und Unternehmen hinzuschnuppern – im Rahmen eines Praktikums. An den meisten Schulen ist dieses ab der 7. Klasse Pflicht.

Doch was gilt es zu beachten und was bringt ein Praktikum wirklich?

Praktikum für Schüler: Was will ich und was nicht?

Die einen wollten schon immer Tierarzt werden und können es kaum erwarten ein Praktikum in einer Praxis zu absolvieren – die anderen wissen nicht wirklich wohin mit sich. Ein Schülerpraktikum stellt viele - vor allem, wenn es verpflichtend ist – vor eine große Herausforderung.

Dabei ist es eine große Chance: Manche entdecken plötzlich eine große Leidenschaft für den Beruf, in den sie hineingeschnuppert haben. Anderen wiederum wird klar, dass der Traumjob doch nichts für sie ist. So oder so, ist das Schülerpraktikum nicht dazu da, sich schon festzulegen – sondern sich zu orientieren und Erfahrungen zu sammeln. Was will ich später machen – und was auf gar keinen Fall?

Zu unterscheiden sind verschiedene Arten von Praktika: Es gibt Schnupperpraktika für Schüler, aber auch freiwillige zur Orientierung. Die meisten Schülerpraktika gehen nicht länger als ein paar Wochen und sind unbezahlt. An der Schule können sich Interessierte darüber informieren, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen oder was rechtlich zu beachten ist.

Um das perfekte Schülerpraktikum zu finden, gibt es zahlreiche Job- Portale im Netz, die Sie durchforsten können. Azubyio und Aubi-plus sind nur zwei davon.

Praktikum für Studenten: So wichtig ist Berufserfahrung für die Karriere

Nach der Schule geht oft der Ernst des Lebens los. Auch ein Praktikum hat hier schon eine ganz andere Bedeutung. Ist zum Beispiel die Wahl auf eine Ausbildung oder einen Studiengang gefallen, heißt es erst einmal: Ein Vorpraktikum muss her. In diesem Fall muss meistens ein Praktikum über drei Monate oder länger im Betrieb absolviert werden, um sich für die Stelle oder das Studium zu qualifizieren. Informieren Sie sich also rechtzeitig, welche Voraussetzungen Sie für Ihren Wunschjob oder -studium erfüllen müssen!

Auch während des Studiums ist an vielen Universitäten oder Fachhochschulen mindestens ein Praktikum Pflicht. Studierende können sich auf eigenen Faust nach einer passenden Stelle umsehen oder sich Tipps von der Hochschule holen. Selbst bei Studiengängen, in denen kein Praktikum vorgeschrieben ist, lohnt es sich, eines zu absolvieren. Denn ein Student, der keinerlei Berufserfahrung vorweisen kann, hat bei vielen Unternehmen schlechte Karten. Zudem ist das Studium die letzte Gelegenheit, verschiedene Bereiche in seiner Branche kennenzulernen und den richtigen für sich zu finden.

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Der Vorteil von studienbegleitenden Praktika – selbst wenn sie freiwillig sind – ist, dass sie in den meisten Fällen vergütet werden. Je nach Branche und Unternehmen kann das Gehalt recht groß, aber auch mickrig ausfallen. Doch davon sollten sich Studenten nicht abhalten lassen – solange im Praktikum wirklich Erfahrungen gesammelt werden können und nicht nur Kaffee gekocht wird, ist es immer noch ein Pluspunkt in der Bewerbung.

Häufige Frage: Gilt im Praktikum der Mindestlohn?

In der Regel haben Praktikanten auch einen Anspruch auf Mindestlohn. Dieser liegt momentan bei 8,84 Euro in der Stunde. Allerdings ist diese Vergütung nicht immer verpflichtend. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um als Praktikant den Mindestlohn zu bekommen:

  • Der Praktikant muss mindestens 18 Jahre alt sein. Wer unter 18 ist und den vollen Mindestlohn haben will, muss eine Berufsausbildung vorweisen können.
  • Das Praktikum dauert länger als drei Monate.
  • Es handelt sich um ein freiwilliges Orientierungspraktikum oder ein ausbildungs- bzw. studienbegleitendes Praktikum, das länger als drei Monate andauert.

Bei Pflichtpraktika, die von der Schule vorgeschrieben sind oder im Rahmen des Studiums absolviert werden müssen, gilt kein Anspruch auf Mindestlohn.

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