Statt Pakete schleppen

Amazon: Darum werden Logistik-Mitarbeiter jetzt fürs Twittern bezahlt

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Social Media statt Pakete schleppen: Bei Amazon in den USA werden Logistik-Mitarbeiter jetzt fürs Twittern bezahlt.

Diese Aktion sorgt gerade weltweit für Aufsehen: Der Versandriese Amazon bezahlt US-Mitarbeiter jetzt nicht mehr fürs Pakete schleppen - sondern um zu Twittern.

Nanu, was ist denn da bei Amazon los? Statt in der Lagerhalle Pakete zu packen und zu versenden, haben einige Logistik-Mitarbeiter in den USA nun anderes zu tun: Sie twittern über Amazon - und das ganz offiziell. Dafür werden sie extra von Ihren Jobs in den Logistikzentren freigestellt. Doch wozu das Ganze?

Twittern für das Image: Logistik-Mitarbeiter sollen Amazon positiv darstellen

Als Amazon-"Botschafter" sollen ausgewählte Logistik-Mitarbeiter über ihre Arbeit aus erster Hand berichten - natürlich nur Positives. Schließlich war Amazon in den letzten Monaten verstärkt in die Kritik geraten. Die Arbeitsbedingungen sollen alles andere als rosig sein, die Gehälter zu niedrig, wie etwa der Guardian berichtete. 

Gegen das schlechte Image sollen die abgestellten US-Logistiker nun offenbar antwittern und kritische Fragen der User beantworten. So schrieb etwa "@AmazonFCPhil" (das FC steht für "Fulfillment Center", also Lieferzentrale) auf eine Frage nach den Toilettenpausen: "Ich kann Ihnen versichern, dass ich und meine Kollegen jederzeit auf die Toilette gehen können."

Auch interessant: Bei Amazon rollt jede Woche das "Glücksrad" - der Preis ist gefürchtet .

Wer steckt hinter den "Botschaftern" von Amazon?

Dem Spiegel verriet die deutsche Presseabteilung, dass hinter den Botschaftern erfahrene Mitarbeiter stecken. "Weil sie lange genug hier sind, können sie die Fakten anhand persönlicher Erfahrungen teilen", so der Pressesprecher. Wie viele Mitarbeiter genau als Botschafter fungieren sollen, und wie sie ausgewählt wurden, verrät Amazon jedoch nicht.

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Von Andrea Stettner

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