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Kann ich meine AU per Mail an den Arbeitgeber schicken?

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Beim Arbeitgeber Krankmeldung
Wer nicht arbeiten kann, muss sich krankschreiben lassen. Doch kann die AU auch per Mail versendet werden? © Christin Klose/dpa-tmn

Das Coronavirus und die Grippewelle verursachen viele Arbeitsausfälle. Wer krank ist, muss sich krankschreiben lassen. Ob Sie Ihre AU auch per Mail versenden können, erfahren Sie hier.

Fühlen Sie sich schlapp und nicht in der Lage zu arbeiten? Dann geht es Ihnen wie tausend anderen Arbeitnehmer. Im Herbst und Winter werden unzählige Beschäftigte von der Grippe erwischt. Hinzukommt immer noch das Coronavirus, sodass viele von einer vierten Welle sprechen. Doch wer krank ist, muss sich bei seinem Arbeitgeber unverzüglich krankmelden. Eine Krankmeldung reicht dabei oft nicht aus. Sind Sie mehrere Tage außer Gefecht oder das Unternehmen verlangt schon ab dem ersten Ausfalltag eine Krankheitsbescheinigung, müssen Sie sich bei Ihrem Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) besorgen. Die Krankmeldung muss relativ zügig beim Arbeitgeber eingehen*. Ob Sie Ihre AU auch per Mail verschicken können, das erfahren Sie hier.

Kann ich die Krankmeldung per Mail schicken? Das sagt das Gesetz

Wann und in welchen Fällen eine AU beim Arbeitgeber eingehen muss, ist durch das Entgeltfortzahlungsgesetz geregelt. In § 5 steht, dass „eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens am darauffolgenden Arbeitstat vorzulegen“ ist. Das Unternehmen kann also durchaus die originale AU verlangen. Jedoch ist im Gesetz nicht geregelt, in welcher Form die Krankmeldung beim Arbeitgeber eingehen muss. Viele Unternehmen sind mittlerweile hier sehr flexibel und erlauben eine AU per Mail oder sogar per WhatsApp. Ganz wichtig: Stellen Sie sicher, dass die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auch wirklich ankommt per Mail, sonst verletzen Sie die Informationspflicht.

Doch nur die Krankmeldung einscannen und versenden, damit ist es nicht getan. So melden Sie sich per Mail richtig krank. Sobald der Arbeitnehmer sich dann wieder in der Lage fühlt, zum Briefkasten zu laufen, kann er das Original per Post versenden. Da dies von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich ist, sollten Sie bei Ihrem Arbeitgeber in der Personalabteilung nachfragen.

AU in Papierform vor dem Aus – Erleichterung für alle Arbeitnehmer

Eine Krankmeldung hat bei Arbeitnehmern bisher vor allem eines verursacht: Zettelwirtschaft! Eine Vorlage ging an die Krankenkasse, eine Vorlage war für den Arbeitgeber und eine Krankmeldung war für die eigene Ablage bestimmt. Doch damit ist seit 1. Oktober Schluss. Der „gelbe Schein“ steht vor dem Aus, wie 24vita.de* berichtet. Die Krankmeldung wird ab sofort digitalisiert, Arztpraxen leiten die Krankmeldung nun direkt an die Krankenkasse weiter.

Damit entfällt immerhin schon mal ein lästiger Schritt. Versicherte müssen die AU aber bis zum Sommer des kommenden Jahres weiterhin an ihren Arbeitgeber versenden. Ab Juli 2022 sollen dann die Krankenkasse die elektronische Übermittlung der Krankmeldung übernehmen und diese an das Unternehmen leiten. Erst dann entfällt die gesetzliche Pflicht für den Arbeitnehmer. (pm) *Merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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