Zurück ins Büro?

Das Büro lebt: Viele Unternehmen befristen Homeoffice für die Dauer von Corona

Kollegen arbeiten an einem Besprechungstisch. Homeoffice für immer? Oder gehen wir nach Corona wieder alle ins Büro?
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Homeoffice für immer? Oder gehen wir nach Corona wieder alle ins Büro?

Eine Analyse von Stellenausschreibungen zeigt: Eine Homeoffice-Option wird von den meisten Unternehmen nur befristet ausgeschrieben. Gehen wir nach Corona wieder alle ins Büro? 

Weniger pendeln, effektiv arbeiten: Wer sich gefreut hat, dass Homeoffice dank Corona* nun auch den letzten skeptischen Chef überzeugt hat, der muss jetzt stark sein: Homeoffice wird in Stellenausschreibungen derzeit hauptsächlich befristet angeboten. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Jobportals Indeed.

Homeoffice: Unternehmen planen, nur befristetet Heimarbeit anzubieten

Wie die Experten des Jobportals herausgefunden haben, wird in Zweidritteln (67 Prozent) der aktuell direkt auf Indeed eingestellten Stellenanzeigen das Angebot zur Heimarbeit nur für die Dauer von Corona ermöglicht. Zu diesem Ergebnis kam das Jobportal, weil es Arbeitgeber im Rahmen einer Stellenanzeige seit April 2020 befragt, ob Homeoffice beim jeweiligen Job generell oder nur „vorübergehend aufgrund von Covid-19“ möglich sei. Dass Homeoffice bei den meisten Arbeitgebern keine Alternative zum Büro darstellt, belegt auch eine aktuelle Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft, der zufolge nur rund sechs Prozent der Unternehmen Büroflächen abbauen wollen.

Dabei folgt der Trend zur befristeten Homeoffice-Option scheinbar den verhängten Lockdown-Maßnahmen in den letzten zwölf Monaten, wie Indeed in einer Pressemitteilung erläutert: Da aktuell mehr Unternehmen (nicht zuletzt durch die Verordnung für mehr Homeoffice des Bundesarbeitsministeriums) Stellen mit Homeoffice-Option ausschreiben müssen, steigt naturgemäß der Anteil der Angebote, die nur vorübergehend im Homeoffice geplant sind. Eine weitere mögliche Interpretation sei laut Indeed, dass Unternehmen bereits damit beginnen, für die Zeit nach der Pandemie und die Rückkehr ins Büro zu planen

Angebot und Nachfrage nach Homeoffice steigt

Dennoch: Homeoffice erlebt in Deutschland weiterhin einen Höhenflug. Laut Indeed liegt der Anteil von Stellenausschreibungen mit Homeoffice-Option aktuell bei acht Prozent (Februar 2021) und hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Auch Berufstätige wünschen sich mehr Arbeit im Homeoffice. Eine kürzliche Befragung von Indeed-Nutzern ergab, dass mehr als 60 Prozent der Berufstätigen zukünftig mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit im eigenen Zuhause verbringen würden. Daher ist also fraglich, ob die Arbeitgeber in ihrem Bestreben, die Homeoffice-Option zu befristen, erfolgreich sein werden. 

Das Büro – doch kein Auslaufmodell?

“Das Büro wird sicherlich nicht aussterben“, meint auch Frank Hensgens, Managing Director bei Indeed. „Als Ort für Begegnungen, zum Austausch und zur Stärkung des Zusammenhalts wird es wichtig bleiben. Aber Arbeitgeber werden es schwer haben, das Rad nach Corona wieder zurückzudrehen.“ (as)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch ein wichtiges Thema: Burnout im Homeoffice: Jeder Vierte belastet – Fünf Tipps, wie Sie der Stressspirale entkommen.

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Sieben Dinge, die jeder heimlich im Büro macht

Ja, jeder macht heimlich Dinge, die so gar nichts mit der Arbeit zu tun haben - oder die man seinen Kollegen zumindest lieber verheimlicht. Wie zum Beispiel diese Dinge:
Wenn der kleine Heißhunger kommt, Sie aber nichts mehr im Kühlschrank haben, lockt all zu gerne die Schreibtischschublade des abwesenden Kollegen. Hatte der nicht erst neue Schokoriegel deponiert? Und schwupps landet das "verbotene" Leckerli heimlich in Ihrem Mund.
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Sie wollen gerade Feierabend machen - da sehen Sie, wie der Chef Richtung Aufzug läuft. Aber allein mit dem nörgelnden Vorgesetzten auf eineinhalb Quadratmeter? Das muss nicht sein, denken Sie, und huschen lieber ins Treppenhaus
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