Verdienst-Check

Gehalt: Wie viel verdient ein Anwalt?

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Anwälte vertreten ihre Mandanten vor Gericht. Doch wie viel verdient ein Anwalt?

Anwälte zählen in Deutschland zu den Spitzenverdienern. Doch nicht überall winkt das große Geld. Wie viel ein Anwalt wirklich verdient, erfahren Sie hier.

Wie viel ein Anwalt verdient, hängt in der Regel von seinem Fachgebiet ab, in dem die Honorarsätze variieren können. Aber die Art der Beschäftigung - selbstständig oder angestellt -, die Größe der Kanzlei und auch das Bundesland, in dem Anwälte tätig sind, spielt wie in vielen anderen Berufen auch eine Rolle.

Damit verdienen Anwälte ihr Geld

Anwälte vertreten ihre Mandanten im Streitfall. Nach ihrem Studium beginnen sie oft im allgemeinen Bereich und spezialisieren sich dann nach und nach. Fachgebiete können etwa sein: 

Anwalt für 

  • Strafrecht
  • Zivilrecht
  • Steuerrecht
  • Verkehrsrecht
  • Erbrecht
  • uvm.

Gehalt Anwalt: Mindestsätze für Anwalts-Honorar und regionale Unterschiede

Das Honorar der Anwälte, wie ihr Gehalt genannt wird, richtet sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), das 2004 aus der früheren Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung (BRAGO) hervor ging. Dieses legt die Mindestsätze für Beratungen und anwaltliche Tätigkeiten fest und darf auch nicht unterboten werden. 

Die Einkünfte von Anwälten orientieren sich zudem am Einkommensspiegel der Bundesländer. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass in "reicheren" Bundesländern wie Hessen oder Bayern, Anwälte mehr verdienen als in den "ärmeren" Ost-Bundesländern. Auch die Größe der ansässigen Unternehmen ist entscheidend, schließlich haben diese auch ein größeres finanzielles Polster für Anwaltskosten als ein kleiner Betrieb.

Wenn es um den Verdienst von Anwälten geht, muss auch beachtet werden, dass der Bereich, für den Anwälte zuständig sind, je nach Bundesland variieren kann. So sind etwa für Beglaubigungen in Bayern Notare zuständig - nicht die Anwälte. Auch dieser Punkt führt dazu, dass die Einkünfte von Anwälten je nach Bundesland zum Teil stark variieren.

Lesen Sie auch: Das sind die bestbezahlten Berufe Deutschlands.

In diesem Bundesland verdienen Anwälte am meisten Geld

Laut einer Studie des Portals Gehalt.de verdienen Anwälte in Hessen am meisten: Wer schon einige Jahre Berufserfahrung mitbringt, verdient hier durchschnittlich 65.716 Euro brutto im Jahr. Aber auch Berufseinsteiger schneiden in Hessen am besten ab: Hier liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt bei rund 56.000 Euro brutto. Aber auch Anwälte in Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg können gutes Geld verdienen. 

Am schlechtesten schneidet der Osten der Republik ab, wenn es um die Anwaltsgehälter geht. In Mecklenburg-Vorpommern als Schlusslicht müssen sich erfahrene Anwälte mit rund 45.490 Euro brutto begnügen, Berufseinsteiger kommen lediglich auf 38.770 Euro brutto im Jahr.

Gehalt Anwalt: Einstiegsgehalt - nach Bundesland 

Bundesland

Durchschn. Jahresgehalt (brutto)

Hessen

56.005 €

Baden-Württemberg

55.801 €

Bayern

55.495 €

Hamburg

54.372 €

Nordrhein-Westfalen

53.862 €

Rheinland-Pfalz

52.230 €

Bremen

51.618 €

Saarland

51.159 €

Schleswig-Holstein

50.190 €

Niedersachsen

50.037 €

Berlin

48.762 €

Brandenburg

41.621 €

Sachsen

40.958 €

Thüringen

40.499 €

Sachsen-Anhalt

39.530 €

Mecklenburg-Vorpommern

38.765 €

Quelle: Gehalt.de

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Gehalt Anwalt mit Berufserfahrung - nach Bundesland 

Bundesland

Durchschn. Jahresgehalt (brutto)

Hessen

65.716 €

Baden-Württemberg

65.477 €

Bayern

65.118 €

Hamburg

63.801 €

Nordrhein-Westfalen

63.203 €

Rheinland-Pfalz

61.287 €

Bremen

60.569 €

Saarland

60.031 €

Schleswig-Holstein

58.893 €

Niedersachsen

58.714 €

Berlin

57.218 €

Brandenburg

48.838 €

Sachsen

48.060 €

Thüringen

47.522 €

Sachsen-Anhalt

46.385 €

Mecklenburg-Vorpommern

45.487 €

Quelle: Gehalt.de

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