Unzufrieden im Job?

Diesen einen Satz sollten Sie niemals zu Ihrem Chef sagen

Das Gespräch mit dem Chef sollte möglichst konstruktiv sein.
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Das Gespräch mit dem Chef sollte möglichst konstruktiv sein.

Unzufrieden im Job? Dann sollten Sie im Gespräch mit Ihrem Chef nichts Falsches sagen. Was gar nicht geht - und wie Sie es clever angehen, damit er auf Sie eingeht.

  • Wer im Job nicht zufrieden ist, sollte das beim Chef* ansprechen.
  • In das Gespräch sollten Sie allerdings nicht unvorbereitet gehen.
  • Bleiben Sie dabei sachlich und machen Sie dem Gegenüber keine Schuldzuweisungen. Hier die Tipps.

Mit dem Chef ein konstruktives Gespräch führen

Unzufrieden im Job? Dann führt an einem konstruktiven Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten wohl - früher oder später - kein Weg vorbei. Schließlich wollen Sie in Ihrem Beruf ja glücklich werden.

So viel vorneweg: Verzichten Sie auf Schuldzuweisungen - denn Sie wollen Ihren Gesprächspartner schließlich nicht in die Enge treiben. Mit dem Satz "Das ist nicht meine Schuld" werden Sie im schlimmsten Fall jedoch genau das erreichen. Denn indirekt werfen Sie Ihrem Gegenüber damit vor, dass er die Schuld hat - oder zumindest könnte er das so auffassen und erstmal auf Durchzug stellen.

Die Experten von "Karrierebibel.de" erklären, warum Schuldzuweisungen kontraproduktiv sind - und geben Tipps*, wie Sie das Gespräch mit dem Chef deutlich cleverer angehen. Lesen Sie hier die Tipps:

1. Vereinbaren Sie einen Termin: "Über Unzufriedenheit zu sprechen, ist kein Gespräch zwischen Tür und Angel. Dieses Thema lässt sich nur in Ruhe besprechen", so der Rat der Experten. Auf einen Termin können sich beide Seiten einstellen.

2. Überlegen Sie sich gute Argumente: Sie sollten auf keinen Fall unvorbereitet in das Gespräch gehen und "einfach nur Frust ventilieren", so der Tipp. "Entscheidend für das Gespräch sind zwei Fragen, die Sie beantworten können sollten: Was genau macht Sie unzufrieden? Warum macht es Sie unzufrieden?"

Lesen Sie hier: Psychologe: Darum landen unfähige Männer in Führungspositionen

Unzufrieden im Job - dann sprechen Sie es sachlich an

3. Achten Sie auf Ihre Körpersprache: Mimik und Gestik verraten, was wirklich in uns vorgeht. Sie sollten dem Blick Ihres Chefs nicht ausweichen. Und auch nicht mit fast erstickter Stimmer sprechen oder eine zusammengesackte Haltung einnehmen, sagen die Experten. Das sei ein Fehler, denn: "So vermitteln Sie, dass Sie sich schuldig fühlen oder selbst nicht an die Berechtigung Ihrer Argumente glauben." Besser Blickkontakt halten, aufrecht sitzen und auf einen "offenen und freundlichen Gesichtsausdruck" achten.

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

4. Verzichten Sie auf Schuldzuweisungen: "Im Gespräch mit dem Chef müssen Sie sachlich argumentieren und bloß nicht emotional werden". betonen die Ratgeber auf "Karrierbibel.de". "Mit Schuldzuweisungen treiben Sie Ihr Gegenüber in die Defensive. Effekt: Er verschließt sich und reagiert abwehrend."

5. Geben Sie konkrete Beispiele: "Wenn Sie über Ihre Unzufriedenheit sprechen, sollte dies so konkret wie möglich geschehen". Pauschalaussagen sind dagegen weder glaubwürdig, noch überzeugend. wie die Experten wissen."Verzichten Sie auf Wörter wie 'immer', 'jedes Mal' oder "absolut". Sonst vermitteln Sie den Eindruck, dass die Gesamtsituation unerträglich ist. Es geht Ihnen ja aber darum, dass sich einzelne Aspekte Ihres Jobs verbessern.

Erfahren Sie hier: So dreist lügen die Deutschen am Arbeitsplatz

Üben Sie vorher das Gespräch mit Ihrem Chef

6. Bieten Sie Lösungsvorschläge an: Konstruktiv wird das Gespräch mit dem Chef erst, wenn Sie auch gleich Lösungen mitliefern, so der Rat. "Überlegen Sie sich vorab mögliche Lösungen und stellen Sie diese im Gespräch sachlich vor. Sie dienen aber bitte nur als Diskussionsgrundlage. Ihre Vorschläge sollten Sie nicht mit einer Friss-oder-stirb-Attitüde vortragen."

7. Üben Sie das Gespräch vorher: "Spielen Sie zu Hause mit Freunden oder Familie die Situation (zur Not auch vor dem Spiegel) durch", so der Tipp. "Das verleiht Ihnen zusätzliche Sicherheit."

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ahu

Überraschend: Diese fünf Berufe machen krank

In einigen Berufen melden sich die Mitarbeiter besonders häufig krank - sei es wegen Atemwegsinfektionen, Rückenschmerzen oder Depressionen. Welche Jobs die meisten Fehltage verursachen, zeigt eine Auswertung der Krankenkassen.
Platz 5: Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung - 18,6 Fehltage
Platz 4: Angestellte der Müllabfuhr oder Recycling-Mitarbeiter - 19,4 Fehltage
Platz 3: Verkehrsbranche wie LKW- oder Lokfahrer bzw. Mitarbeiter im Straßenbau - 19,8 Fehltage
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