Personenrecherche im Netz

Vorstellungsgespräch: Darum darf Ihr neuer Arbeitgeber Sie nicht vorher googeln

Wer hat sich da beworben? Eine Suchmaschinenabfrage dürfen Personaler aus datenschutzrechtlicher Sicht eigentlich nicht machen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
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Wer hat sich da beworben? Eine Suchmaschinenabfrage dürfen Personaler aus datenschutzrechtlicher Sicht eigentlich nicht machen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Was weiß der Arbeitgeber schon über mich, wenn ich zum Vorstellungsgespräch komme? Mit einer Suchmaschinenabfrage lässt sich ja vieles herausfinden. Aber ist das erlaubt?

  • Jeder sollte darauf achten, was er selbst ins Netz stellt.
  • Aber dürfen Arbeitgeber Bewerber vor dem Vorstellungsgespräch googeln?
  • Eine Expertin erklärt die Rechtslage.

Dürfen Arbeitgeber Bewerber vor dem Vorstellungsgespräch googeln?

Welche Informationen kann ein Arbeitgeber über mich im Netz finden? Bewerberinnen und Bewerber* sind dazu angehalten, das gewissenhaft zu prüfen. Aber dürfen Arbeitgeber Bewerber vor dem Vorstellungsgespräch* überhaupt googeln?

"Grundsätzlich nein", sagt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht aus Köln. Arbeitgeber* dürften zwar alle Infos erheben, die objektiv für die Entscheidung über die Begründung des Arbeitsverhältnisses erforderlich sind.

"Aber über eine Suchmaschinenabfrage können Arbeitgeber in der Regel nichts herausfinden, was unter diese objektiven Kriterien fällt", sagt die Expertin. Dazu gehören insbesondere die fachliche Eignung eines Bewerbers oder einer Bewerberin.

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Eine Frage des Datenschutzes

Das sei vor allem eine Frage des Datenschutzes. Früher habe man angenommen: Informationen, die über einen Kandidaten öffentlich im Internet zugänglich sind, dürfen Arbeitgeber zur Kenntnis nehmen, wenn nicht die Interessen des Kandidaten dadurch beeinträchtigt werden - alles Private, etwa Auftritte in den sozialen Medien, dagegen nicht. Seit Einführung der neuen Datenschutzgrundverordnung gelten hier allerdings strengere Regeln.

Video: LinkedIn - Künftig gibt es Vorstellungsvideos von Arbeitnehmern

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dpa/ahu

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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