Algorithmus macht kurzen Prozess

Bei diesen Angaben wird Ihre Online-Bewerbung gleich aussortiert

Vorsicht bei Online-Bewerbungen über Formulare: Wer wichtige Keywords nicht nennt, wird schnell herausgefiltert.
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Vorsicht bei Online-Bewerbungen über Formulare: Wer wichtige Keywords nicht nennt, wird schnell herausgefiltert.

Die Bewerbungen der vermeintlich besten Kandidaten werden heutzutage oft von einem Algorithmus herausgefiltert. Wer den nicht durchschaut, fällt schnell durch.

Bei großen Unternehmen mit mehr als hundert Mitarbeitern gestaltet sich die Bewerberauswahl mit unter ganz schön mühselig. Schließlich sind große Unternehmen gefragt, und die Bewerber rennen den Firmen die Türen ein. Um da den Überblick zu behalten, nutzen viele Firmen das sogenannte "Robot Recruiting", um vielversprechende Talente herauszufiltern. 

Robot Recruiting: Wenn ein Algorithmus Bewerber herausfiltert, kann einiges schief gehen

Das ganze funktioniert so: Die Bewerber laden ihre Bewerbungsunterlagen entweder auf der firmeneigenen Karriereseite hoch oder füllen online ein Bewerbungsformular aus. Ein Algorithmus sucht dann die Bewerbungen nach bestimmten "Keywords", also wichtigen Schlüsselbegriffen, ab.

Dass dabei auch einiges schiefgehen kann und begabte Talente durch den Algorithmus versehentlich "ausgesiebt" werden liegt auf der Hand.  Karriere-Experte Bilal Zafar weiß, woran das liegt. Der Gründer des Bewerbungsportals richtiggutbewerben.de verrät dem Deutschlandfunk, dass viele Bewerber einen entscheidenden Fehler machen: "Es ist oft so, dass Leute sehr viele Dinge schreiben wie: 'Ich bin motiviert'. Da denkt der Algorithmus sich: Was soll ich mit der Angabe? Ein Algorithmus sucht aktiv und bewusst nach Hardskills." 

Lesen Sie auch: Wie bewerbe ich mich richtig? Tipps rund um die Bewerbung.

Online-Bewerbung: Wichtige Begriffe der Stellenausschreibung in der Bewerbung erwähnen

Werden beispielsweise Projektmanagement, die Programmiersprache Java und Spanisch als Fähigkeiten vorausgesetzt, und der Bewerber erwähnt diese Wörter nicht in seinen Unterlagen, kann das schon das Aus bedeuten.

Einen wichtigen Tipp hat Zafar deshalb an alle Bewerber, die sich online bewerben wollen: "Stellenanzeige anschauen! Und dann weiß man, ok, das ist gefordert, das baue ich in der Bewerbung ein."

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Zum Weiterlesen: Online-Bewerbung: Was ist beim Formular zu beachten?

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Von Andrea Stettner

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
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Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
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