Tabuthema?

Aus diesem Grund dürfen Sie ruhig mit Kollegen über Ihr Gehalt sprechen

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Über Gehalt spricht man nicht - so die Devise vieler Angestellter. Doch warum eigentlich nicht?

Würden Sie auch gerne einfach mal fragen, wie viel Ihr Kollege verdient? Manche Arbeitsverträge verbieten genau das. Doch ist das überhaupt erlaubt?

Informationen, die nicht nach draußen gelangen sollen, unterliegen in Unternehmen einer Verschwiegenheitsklausel - darunter fallen etwa Betriebsgeheimnisse wie Informationen über Herstellungsprozesse. Doch in einigen Arbeitsverträgen findet sich auch ein Passus, der den Austausch über Gehalt oder Lohn verbietet. Dürfen Unternehmen ihre Mitarbeiter dazu verpflichten?

Anspruch auf Gleichbehandlung wichtiger als Arbeitgeberinteresse

"(...) solche Klauseln sind unwirksam", zitiert das News-Portal Focus Jürgen Markowski, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Nürnberg. Der Arbeitgeber darf seine Mitarbeiter rechtlich gesehen nur dann zur Verschwiegenheit verpflichten, wenn er ein berechtigtes Interesse begründen kann - im Streitfall haben aber die wenigsten Argumente für die Verschwiegenheitsklausel Bestand.

So können Mitarbeiter viel besser einschätzen, ob sie fair entlohnt werden, wenn transparent mit dem Thema Gehalt umgegangen wird. Und auch bei Gehaltsverhandlungen bringt das Wissen um Gehälter Vorteile für den Arbeitnehmer. Sein Anspruch auf Gleichbehandlung steht immer über dem Arbeitgeberinteresse: Deshalb würden Firmen, die die Verschwiegenheitsklausel mit der Angst um den Betriebsfrieden begründen, Markowski zufolge vor Gericht keinen Bestand haben. Und auch wenn sich der Arbeitgeber aufs Betriebsgeheimnis beruft, kann das dem Fachanwalt zufolge nur in absoluten Ausnahmefällen ein Argument für die Verschwiegenheitsklausel sein.

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jg

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