Was hätten Sie geantwortet?

Bewerbungsgespräch: Diese Aufgabe ist scheinbar unlösbar - wissen Sie trotzdem die Antwort?

Eine Frau wird im Bewerbungsgespräch gedemütigt. Doch das lässt sie nicht auf sich sitzen. (Symbolbild)
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Knifflige Fragen sind im Bewerbungsgespräch keine Seltenheit - aber durchaus zu bewältigen. (Symbolbild)

Zu den typischen Denksportübungen im Bewerbungsgespräch zählen die sogenannten „Fermi-Fragen". Hätten Sie die Lösung gewusst?

Fürs Bewerbungsgespräch sollten Sie nicht nur bestens vorbereitet sein. Sie sollten sich auch darauf einstellen, dass Sie (möglicherweise überraschend) die ein oder andere Aufgabe gestellt bekommen, die zeigen soll, ob Sie mitdenken können und dabei die Ruhe bewahren - auch, wenn es mal etwas komplizierter wird.

Zu den typischen Denksportübungen im Bewerbungsgespräch zählen den Experten von „Karrierbibel.de“ zum Beispiel die sogenannten „Fermi-Fragen“. Gemeint seien vereinfacht gesagt „unmögliche Schätzfragen“ wie zum Beispiel „Wie schwer ist Manhattan?“, „Wie viele Gärten gibt es in Deutschland?“ oder „Wie viele Blätter Papier werden an einem Tag in Deutschland kopiert".

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Die Herausforderung schildern die Experten so: Eine richtige Antwort darauf könne es nicht geben - schlicht, weil so etwas in vielen Fällen niemand wisse. Vielmehr geht es bei solchen Fragen um die logische Herleitung, heißt es auf Karrierbibel.de - und den „Mut, laut zu denken“. Und noch einen Tipp haben die Karriereberater für den Fall, dass Sie im Gespräch womöglich auch mal eine solche knifflige Frage gestellt bekommen: Der Trick sei, die Aufgabe in kleine Teilaufgaben zu zerlegen und so die Lösung zu finden. Denn: „Was die Anwesenden sehen wollen, ist, wie systematisch und analytisch Sie an ein scheinbar unlösbares Problem heran gehen. Diese Fähigkeit kann man schließlich auch im Job gebrauchen.“

An einem konkreten Beispiel erklärt das Karriere-Portal, wie sie so eine Lösung herleiten können. Die Frage lautet: „Wie viele Klavierstimmer gibt es in Chicago? "Ein möglicher Lösungsweg funktioniere demnach so...

Die Annahmen seien:

  • „Es leben ungefähr drei Millionen Menschen in Chicago.
  • Davon ungefähr zwei Personen in einem Haushalt.
  • In jedem zwanzigsten Haushalt könnte es ein Klavier geben, das regelmäßig gestimmt wird.
  • Klaviere werden ungefähr einmal pro Jahr gestimmt.
  • Es dauert etwa zwei Stunden, ein Klavier zu stimmen, inklusive Fahrzeit.
  • Ein Klavierstimmer hat einen 8-Stunden-Tag, eine 5-Tage-Woche und arbeitet 40 Wochen pro Jahr.“

Die Rechnung könnte demnach so aussehen: (3.000.000 Einwohner) / ((2 Personen pro Haushalt) × (1 Klavier/20 Haushalte) × (1 Mal Stimmen pro Klavier und Jahr)) = 75.000 Mal muss in Chicago pro Jahr ein Klavier gestimmt werden.

Ein Klavierstimmer könne folgende Arbeit bewältigen: (40 Wochen pro Jahr) × (5 Tage pro Woche) × (8 Stunden pro Tag) / (2 Stunden pro Klavier) = 800 Klaviere kann ein Klavierstimmer pro Jahr stimmen.

Die Lösung sei: Demnach müsste es etwa 100 Klavierstimmer in Chicago geben.

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Sollten Bewerber also tatsächlich einmal in eine solche Situation kommen, in der sie auf eine auf den ersten Blick unlösbare Frage stoßen, heißt es: kühlen Kopf bewahren, einmal tief durchatmen - und dann Schritt für Schritt eine mögliche Antwort herleiten. Wichtig ist dabei, sein Gegenüber an dem Denkprozess teilhaben zu lassen. Dann sollte selbst, wenn die Kandidaten ein wenig nervös sind, nichts mehr schiefgehen. Und denken Sie daran: Niemand ist perfekt. Jeder Personaler weiß, dass Bewerber in einer besonderen Stresssituation sind und wird das auch berücksichtigen. (ahu)*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Quelle: Karrierebibel.de

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