Jobsuche

Personal-Chefin verrät: Dieser Anhang der Bewerbung wird meist nicht gelesen

Eine Frau sitzt an ihrem Laptop und schreibt.
+
Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse: Bei der Bewerbung findet ein Dokument im Anhang scheinbar wenig Beachtung.

Ins Bewerbungsschreiben gehören Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse - so lernt es jeder Bewerber. Doch ein Dokument im Anhang findet bei Personalern kaum Beachtung.

Das Anschreiben in der Bewerbung* scheint nun auch in Deutschland endgültig auf dem absteigenden Ast zu sein. Obwohl es hierzulande meist noch zum gängigen Bewerbungsritus gehört, scheinen Expertenmeinungen zufolge immer mehr Personalverantwortliche das Bewerbungsanschreiben schlicht zu ignorieren und gar nicht erst zu lesen.

Anschreiben fällt bei Personalern durch - das ist der Grund

Der Grund klingt plausibel: „Kaum ein Personaler hat Zeit, ein bis zwei Seiten an Text zu lesen“, verrät Martina Ruiss, Personalschefin beim Softwareentwickler Personio. Zumal Bewerber im Anschreiben meist nur ihren Lebenslauf wiederholen würden, gespickt mit leeren Phrasen, berichtet sie im Interview mit dem Magazin t3n. Meist seien Bewerbungsanschreiben lediglich Copy-Paste-Schreiben, bei denen lediglich ein paar Sätze angepasst seien. Manche würden sogar vergessen, den Adressat anzupassen.

Lesen Sie auch: Die größten Irrtümer rund um die Bewerbung - tappen Sie nicht in diese Falle.

Bewerber sollen sich auf Lebenslauf konzentrieren

Dieses Vorgehen stößt bei Personalern sicher nicht auf Begeisterung. „Es ist verständlich, dass Bewerbende kaum die Zeit haben, ein Anschreiben passgenau auf jedes Unternehmen zu münzen, sondern irgendwann das gleiche Schreiben nochmal verwenden“, meint die Expertin. Doch statt lieblose Anschreiben aufzusetzen, rät Ruiss, seine volle Energie in den Curriculum Vitae (CV) zu stecken: „Der Lebenslauf wird in jedem Fall gelesen.“ Gerade in großen und schnellwachsenden Unternehmen spiele der CV eine wesentlich größere Rolle als das Anschreiben.

Lesen Sie auch: Diesen Fehler sollten Sie in der Bewerbung niemals machen - es droht Job-Absage.

In diesen Unternehmen können Bewerber immer noch mit einem Anschreiben punkten

Eine Ausnahme gebe es laut der HR-Expertin jedoch, bei der Bewerber noch mit einem Anschreiben punkten können: „In Unternehmen, die nur wenige Personen einstellen, die allgemein weniger Bewerbungen erhalten, oder beim Recruiting von Azubis, bei denen es ja um die Wahl des Berufs geht und noch wenig im CV steht, spielt das Anschreiben noch eine Rolle“, so Martina Ruiss.

Auch interessant: An diesem Tag sollten Sie Ihren Lebenslauf auf keinen Fall verschicken.

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare