1. come-on.de
  2. Leben
  3. Karriere

Vorsicht: Bei diesem Fehler ist der Arbeitsvertrag ungültig

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Andrea Stettner

Eine Frau unterschreibt den Arbeitsvertrag.
Schon ein kleiner Fehler reicht und der Arbeitsvertrag ist ungültig. © Jan-Philipp Strobel/picture alliance/dpa

Schon ein kleiner Fehler im Arbeitsvertrag führt dazu, dass das Dokument ungültig wird. Auf welche Details Arbeitnehmer und Arbeitgeber unbedingt achten sollten.

Obwohl in Deutschland auch beim Arbeitsvertrag* die sogenannte Vertragsfreiheit herrscht, können bestimmte Fehler dazu führen, dass der Vertrag nichtig wird. Die Rechtsprechung beruft sich dabei auf das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), in dem genau festgelegt ist, bei welchen Fehlern - ob beabsichtigt oder aus Schlamperei - der Arbeitsvertag seine Gültigkeit verliert.

Lesen Sie auch: Arbeitsvertrag verloren: So einfach lösen Sie das Problem ohne Gang zum Chef.

Arbeitsvertrag ungültig: Diese Fehler machen ihn nichtig

Der Arbeitsvertrag ist zum Beispiel ungültig, wenn

Wenn etwa ein schriftlicher Vertrag vereinbart war, dann sind mündliche Absprachen ungültig. Auch ein Arbeitslohn, der deutlich unter den branchenüblichen Beträgen liegt, ist sittenwidrig. Das Gesetz schützt hier Personen, die sich in einer Notlage befinden, vor Ausbeutung (§ 138 BGB).

Lesen Sie auch: Kann ich den Arbeitsvertrag noch vor dem ersten Tag kündigen?

Kann ein Arbeitsvertrag auch nur in Teilen ungültig sein?

Ein Arbeitsvertrag ist gemäß Arbeitsrecht tatsächlich nur selten komplett ungültig. Deshalb bleibt er auch dann bestehen, wenn eine Teilnichtigkeit vorliegt (etwa, wenn das Gehalt deutlich zu niedrig vereinbart wurde). Die entsprechende Klausel ist im Vertrag dann nicht anwendbar und fällt weg, oder die entsprechende gesetzliche Regelung greift.

Was können Mitarbeiter tun, wenn der Arbeitsvertrag nichtig ist?

Fällt einem neuen Mitarbeiter ein Fehler im Arbeitsvertrag auf, kann er den Vertrag anfechten. Geschieht dies erst nach Antritt seines neuen Jobs, bezeichnen Arbeitsrechtler den Arbeitsvertrag als „faktischen Arbeitsvertrag“. Dies bedeutet, dass der eigentlich ungültige Arbeitsvertrag erst einmal so behandelt wird, als sei er rechtlich korrekt. Arbeitnehmer haben dann auch erst einmal Anspruch auf Urlaub und Vergütung. (as) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

Mehr zum Thema: Wenn Sie diesen Satz im Arbeitsvertrag stehen haben, können Sie klagen.

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

Quellen: Arbeitsrecht.de, Arbeitsvertrag.org

Auch interessant

Kommentare