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Wandern hilft bei Bluthochdruck und beugt Diabetes vor: Übernehmen Krankenkassen die „Bergkur“?

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Von: Juliane Gutmann

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Zeit in der Natur lässt den Stresspegel fallen. Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen profitieren. Die Kosten für „Bergkuren“ übernimmt teilweise sogar die Krankenkasse.

Eine Auszeit in den Bergen ist für Sie der perfekte Ausgleich zum Alltag? Damit sind Sie nicht allein. Eines der beliebtesten Ausflugsziele sind die bayerischen (Vor-)Alpen. Und auch das Allgäu lockt mit unzähligen Berggipfeln, von welchen aus man wunderschöne Panorama-Aussichten genießen kann. Die Berge ziehen nicht nur Sportler magisch an.

Instinktiv wissen viele, dass der Aufenthalt in der Natur der Gesundheit guttut. Nachgewiesenermaßen lässt Zeit im Grünen den Stresslevel und damit auch den Blutdruck sinken*. Was außerdem für den Wanderurlaub spricht: Viel Bewegung an der frischen Luft beugt Übergewicht und damit auch Diabetes vor. Auch das Herz-Kreislauf-System wird trainiert, was Herzkrankheiten vorbeugt. Selbst psychische Probleme können durch den Aktivurlaub in den Bergen gelindert werden. Ein Grund, weshalb die Krankenkasse Kosten für derartige Aktivitäten übernehmen, oder nicht?

Ein Mann wandert am Rissbach in Hinterriss, Tirol
Wandern lässt den Stresspegel sinken und trainiert Herz und Kreislauf. © Wilfried Feder via www.imago-images.de

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Krankenkassen übernehmen herkömmliche Wanderurlaube nicht

Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für Präventionskurse wie etwa angeleitetes Rückentraining teilweise oder sogar ganz. Aufenthalte in Luftkurorten werden von vielen Kassen zum Teil oder ganz übernommen, wenn ein Facharzt die Notwendigkeit dafür sieht und diese bestätigt. Auch Bewegungstherapie im Rahmen von Reha-Maßnahmen wird von den Kassen gedeckt. Herkömmliche Wanderurlaub-Angebote zählen allerdings nicht zu den Gesundheitskuren, die von den Krankenkassen übernommen werden. Außer es handelt sich um spezielle Angebote, wie etwa eine in Garmisch-Partenkirchen angebotene Heilklimatische-Bewegungstherapie. Diese wird von den Kassen anerkannt und kann von Ärzten verschrieben werden.

In anderen Ländern ist das Angebot an Wandertherapien größer als in Deutschland, wie aus einer Pressemitteilung des Camping- und Wander-Magazins BeyondCamping hervorgeht. So würden Ärzte auf den schottischen Shetlandinseln als Teil der Behandlung chronischer Krankheiten wie Bluthochdruck sogenannte Naturrezepte verschreiben. Laut einem CNN-Bericht beinhalten diese lange Spaziergänge und Vogelbeobachtung. Auch Patienten mit Depressionen und Angststörungen würden von den Naturrezepten profitieren, heißt es weiter im CNN-Bericht. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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