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Schwerem Covid-Verlauf vorbeugen: WHO empfiehlt erstmals Medikament

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Von: Christine Pander

Die Illustration eines Antiköper-Cockatils, der das Corona-Virus binden soll in knalligen Farben rot, blau, orange (Symbolbild)
Ob dieser Mix gegen das Corona-Virus hilft? © Science Photo Library/Imago

Die WHO hat zum ersten Mal eine Empfehlung für ein Medikament gegen Covid-19 gegeben. Es soll einen schweren Verlauf bei Risikopatienten verhindern. Doch der Antikörpermix ist kostspielig.

Genf – Einer Studie zufolge steigen die Überlebenschancen deutlich: Die teure Antikörper-Kombination, die in Deutschland in speziellen Fällen bereits zum Einsatz kommt und von den Krankenkassen bezahlt wird, ist eine Mischung aus Casirivimab und Imdevimab. Die Mittel stammen von der US-Firma Regeneron und dem Basler Pharmakonzern Roche. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie spricht sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für das Medikament aus.

Warum die WHO-Empfehlung für das Covid-19-Medikament so wichtig ist, lesen Sie bei 24vita.de*.

Die Begründung der WHO: Der Antikörper-Mix der beiden Hersteller kann die Überlebenschancen von Hochrisikopatienten bei einem schweren Verlauf deutlich verbessern. Die WHO gibt ihre Empfehlung unter anderem mit dem Verweis auf eine Studie, die im Fachblatt „British Medical Journal“ veröffentlicht wurde. Dieser Studie zufolge reduzierte die Antikörper-Therapie bei Patienten, die nach einer Infektion keine Antikörper aufgebaut hatten, die Todesfälle um ein Fünftel. Casirivimab und Imdevimab sind vielversprechend, weil durch die Kombination aus zwei Antikörpern die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass die Therapie durch sogenannte Escape-Mutationen unwirksam wird. Allerdings ist die Herstellung der Antikörper-Präparate nicht nur aufwendig, sondern auch sehr teuer.*24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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