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Sterblichkeit von Frühgeborenen senken: Känguru-Methode rettet Kinderleben

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Von: Kristina Wagenlehner

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Eine Frau greift mit den Händen in einen Inkubator, in dem ein Frühchen liegt. (Symbolbild)
Ein Frühchen wurde vor Vollendung von 37 Schwangerschaftswochen geboren oder wog bei der Geburt weniger als 2500 Gramm. (Symbolbild) © Rolf Kremming/Imago

Die Känguru-Methode kann die Sterblichkeit von Frühgeborenen um 25 Prozent senken, sagt eine neue Studie der WHO. Um was es sich dabei handelt, erfahren Sie hier.

Genf – Von einem Frühchen spricht man, wenn ein Kind vor Vollendung von 37 Schwangerschaftswochen geboren wird oder bei der Geburt weniger als 2500 Gramm wiegt. Ihre Körper sind noch nicht fertig gereift, weshalb sie nach der Geburt sofort in einen Brutkasten, einen sogenannten Inkubator gelegt werden.

Beuteltiere wie die namensgebenden Kängurus tragen ihre unreifen Kinder nach der Geburt eng am Körper, geschützt in einem Beutel. Dort reifen sie, bis sie überlebensfähig sind. Die Geburtsmedizin hat sich diese Methode zu eigen gemacht und wird meist bei Frühgeborenen angewendet. Nach der Geburt des Frühchens wird das Baby sofort auf den Oberkörper der Mutter gelegt, um die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind zu stärken und um die Stillrate zu erhöhen. Ursprünglich wurde diese Methode in Kolumbien entwickelt, um die Sterblichkeit von Frühchen zu senken. Denn wärmende Brutkasten waren und sind in ärmeren Ländern nicht immer ausreichend vorhanden. Eine neue Studie der WHO belegt nun, dass mit der Känguru-Methode die Sterblichkeit von Frühgeborenen um 25 Prozent gesenkt werden kann, wie 24vita.de berichtet. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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