Jährliche Früherkennungsuntersuchung

Prostatakrebs: Diese Symptome sollten Sie zum Arzt führen

Der Stift zeigt auf ein 3D-Modell einer Prostata: Männer sollten sich regelmäßig durchchecken lassen, um Frühstadien von Prostatakrebs zu erkennen.
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Der Stift zeigt auf ein 3D-Modell einer Prostata: Männer sollten sich regelmäßig durchchecken lassen, um Frühstadien von Prostatakrebs zu erkennen.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Frühzeitig erkannt, stehen die Heilungschancen allerdings gut. Folgende wichtige Regel sollte jeder Mann beherzigen.

  • Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart unter Männern.
  • Symptome treten oftmals erst sehr spät auf, weshalb die regelmäßige Früherkennungsuntersuchung Leben retten kann.
  • Die Heilungschancen stehen sehr gut - wenn der Krebs frühzeitig erkannt wird.

Jedes Jahr diagnostizieren Ärzte in Deutschland rund 60.000 neue Prostatakarzinome, wie Prostatakrebs von Medizinern auch genannt wird. Damit ist diese Krebsart die mit Abstand häufigste unter Männern. Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Alter: Zum Zeitpunkt der Diagnose waren die Betroffenen im Jahr 2016 durchschnittlich 72 Jahre alt. Jedoch können auch jüngere Männer unter 40 Jahren erkranken. Symptome bemerken Betroffene erst spät - die Behandlungsmöglichkeiten sind allerdings mittlerweile sehr ausgereift.

Symptome von Prostatakrebs: Sie treten oft erst spät auf

Prostatakarzinome sind insofern tückisch, weil sie sehr lange keine Beschwerden verursachen. Tumore der Prostata* (zu deutsch Vorsteherdrüse) bleiben sehr lange unbemerkt. Es kommt der deutschen Krebsgesellschaft zufolge in der Regel erst zu Symptomen, wenn das Geschwulst so groß geworden ist, dass es auf die Harnröhre übergreift oder sich Tochtergeschwulste (Metastasen) außerhalb der Prostata bilden.

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Folgende Symptome können dann auftreten:

  • vermehrter Harndrang
  • Schwierigkeiten zu Beginn des Urinierens
  • Unfähigkeit zu Urinieren
  • schwacher oder unterbrochener Harnfluss
  • Schmerzhafter, verminderter Samenerguss, weniger starke Erektion oder Impotenz
  • Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit
  • Schmerzen in der Prostata oder im unteren Rücken
  • unklare Gewichtsabnahme
  • Leistungsabfall
  • Müdigkeit
  • Blutarmut

Nicht immer muss eine bösartiger Tumor diese Symptomen verursachen. Auch eine gutartige und harmlose Prostatavergrößerung kann der Grund sein. Nur ein Arzt kann die richtige Diagnose stellen.

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Je früher Prostatakrebs erkannt wird, desto besser die Heilungschancen

Durch neue Therapien* und verbesserte Früherkennungsuntersuchungen haben Patienten gute Überlebenschancen. Doch es gilt: Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser. Daher sollten Männer ab 45 Jahren einmal pro Jahr einen Urologen aufsuchen. Eine jährlich Genitaluntersuchung senkt das Risiko immens, dass sich Prostatakarzinome unbemerkt im Körper ausbreiten.

Je nachdem, in welchem Stadium Prostatakrebs festgestellt wird, entscheidet der behandelnde Onkologe, welche Maßnahmen am erfolgversprechendsten sind. Zu den Behandlungsmöglichkeiten zählen operatives Entfernen des Tumors, Antihormon- oder Chemotherapie.

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Vor- und Nachteile des PSA-Tests

"Bei früher Erkennung ist Prostatakrebs aber in über 70% aller Fälle durch Behandlung heilbar. (...) Deshalb empfehlen die Deutsche Gesellschaft für Urologie und der Berufsverband der Deutschen Urologen eine Früherkennungsuntersuchung für Prostatakrebs durch Tastuntersuchung und Bestimmung des PSA-Wertes bei Männern ab dem 45. Lebensjahr", empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Urologie. PSA steht für "Prostata-spezifisches Antigen", ein Protein, das die Prostatadrüsen bilden und das bei Prostatakrebs in mäßig bis starker Konzentration im Blut nachweisbar ist.

Der PSA-Test, der von den Krankenkassen nur bei bestehenden Beschwerden gezahlt wird, ist allerdings umstritten. Vor allem wegen der Tatsache, dass durch die Früherkennungsuntersuchung auch harmlose Prostatatumoren erkannt werden, die im Grunde keiner Therapie in Form von Operation oder Bestrahlung bedürfen - jedoch in einigen Fällen trotzdem behandelt werden. Die "Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms", die von der Deutschen Gesellschaft für Urologie und der Deutschen Krebsgesellschaft erarbeitet wurde, empfiehlt daher, dass bei Feststellung eines Prostatakrebses auch eine Nicht-Behandlung als vernünftige Alternative besteht. Dies sei dann möglich, wenn der Prostatakrebs keine Lebensgefahr für den Betroffenen bedeutet

Aktuell wird ein PSA-Test für Männer empfohlen, die eine weitere Lebenserwartung von mindestens 10 Jahren haben und die mindestens 45 Jahre alt sind. Männer, deren Väter oder Brüder an Prostatakrebs erkrankt sind, sollten Früherkennungsuntersuchungen früher wahrnehmen. "Entscheidend ist immer die persönliche Situation des einzelnen Mannes, sein Alter, sein Gesundheitszustand, die voraussichtliche weitere Lebenserwartung und seine Einstellung zu den Lebensrisiken von Gesundheit und Krankheit", heißt es in der Patienteninformation zum PSA-Test. (jg) *tz.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Quelle: www.krebsinformationdienst.de; www.krebsgesellschaft.de; www.tk.de; www.bundesgesundheitsministerium.de

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Achtung: Diese vier Erreger können Krebs auslösen

Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich.
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen.
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken.
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll.
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