1. come-on.de
  2. Leben
  3. Gesundheit

Omikron-Subvariante BA.2: Auch Geimpfte und Genesene von Immunflucht bedroht

Erstellt:

Von: Sven Schneider

Kommentare

Die Omikron-Subvariante BA.2 ist im Nachbarland Dänemark auf dem Vormarsch. Die Coronavirus-Variante ist ansteckender als andere. Was wir bereits wissen.

Hamm - Die Zahlen der Infizierten mit dem Coronavirus sind so hoch wie nie. Schuld daran ist die Omikron-Mutante. In vielen Bereichen Deutschland liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei einem vierstelligen Wert. Nun droht offenbar die nächste Corona-Variante nach Deutschland zu kommen.

Omikron-Subvariante BA.2: Fast doppelt so ansteckend - RKI schlägt Alarm

Die Mediziner sind in Alarmbereitschaft. Die Omikron-Untervariante BA.2 wurde bereits in zahlreichen Ländern nachgewiesen. Ähnlich wie die Delta-Variante 2021 habe Omikron eine Replikation gebildet, die sich vom ursprünglichen Genom lediglich durch eine oder zwei Mutationen entscheidet.

In Deutschlands Nachbarland Dänemark ist die Omikron-Subvariante BA.2 bereits auf dem Vormarsch. Laut Angaben des staatlichen Gesundheitsinstitutes SSI ist sie mittlerweile für rund die Hälfte aller Fälle verantwortlich. Viel mehr noch: Das SSI schlägt bereits Alarm. „Vorläufige Berechnungen deuten darauf hin, dass BA.2 effektiv über anderthalb Mal so ansteckend ist wie BA.1“, teilte das Gesundheitsinstitut mit.

Zwar sind noch viele Fragen bezüglich der neuen Subvariante BA.2 zu klären. Dennoch sind sich Forscher sicher, dass sie eine deutlich höhere Übertragbarkeit gegenüber der ursprünglichen Omikron-Variante habe. „Weil man in verschiedenen Ländern beobachten kann, dass der Anteil an BA.2 zunimmt, wird vermutet, dass BA.2 einen Vorteil in der Übertragbarkeit gegenüber BA.1 hat“, wird Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Frankfurter Uniklinik, von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zitiert.

Omikron-Subvariante BA.2: Krankheitsverlauf wohl nicht schwerer

In Großbritannien sind bereits 426 Fälle mit der Omikron-Subvariante BA.2 gemeldet worden. In 40 weiteren Ländern ist die Untervariante ebenfalls bereits aufgetreten (Stand: 28. Januar). Auch in Deutschland, wo bald der Gurgel-PCR-Test eingeführt werden könnte. Hierzulande allerdings in vergleichsweise geringerem Ausmaß. Zum Vergleich: Die Urform der Omikron-Variante (BA.1) wurde in der ersten Januarwoche 1.568 Mal nachgewiesen. Dessen Subtyp BA.2 hingegen lediglich 38 Mal.

Klar ist aber auch: Die Omikron-Subvariante BA.2 ist auf dem Vormarsch. Das führen Mediziner auf die stärkere Immunflucht zurück. Bedeutet: Eine durchgemachte Infektion oder eine Impfung könnten weniger gut vor dem neuen Erreger schützen. Allerdings: Ein schwererer Krankheitsverlauf soll beim neuen Omikron-Subtyp BA.2 nicht vorliegen. „Sehr frühe Beobachtungen aus Indien und Dänemark deuten darauf hin, dass es keinen dramatischen Unterschied im Schweregrad im Vergleich zu BA.1 gibt“, schrieb Tom Peacock, Virologe vom Imperial College in London, auf Twitter.

Auch interessant

Kommentare