1. come-on.de
  2. Leben
  3. Gesundheit

Neue Omikron-Mutation: BA.2.75.2 ist die „resistenteste Variante, die es bisher gab“

Erstellt:

Von: Hannah Decke

Kommentare

Meistens haben neue Corona-Varianten für das Infektionsgeschehen keine besondere Relevanz. Die neue Omikron-Mutation BA.2.75.2 gilt aber als hochansteckend. Was weiß man?

Hamm - Lange war es ruhig um das Corona-Geschehen in Deutschland. Die Maßnahmen sind weitestgehend weggefallen, die Verläufe der Infektionen wurden milder. Jetzt stehen die kalten Jahreszeiten bevor. Was genau auf uns zukommt, ist noch ungewiss. Forscher haben aber jetzt eine neue Omikron-Variante entdeckt, die das Infektionsgeschehen im Winter maßgeblich beeinflussen könnte: BA.2.75.2.

In einer Studie aus Schweden, die Mitte September auf dem Preprint-Server Biorxiv erschienen ist, sprechen Forscher des Karolinska-Instituts von der resistentesten Variante, die es bisher gab. Gemeint ist die Omikron-Sublinie BA.2.75.2.

Neue Omikron-Mutation BA.2.75.2: „Resistenteste Variante, die es bisher gab“

Laut den Forschern breitet sich die Mutation bislang nur regional aus, dafür aber sehr schnell. BA.5, die derzeit weltweit dominierende Omikron-Variante, wurde hinsichtlich der Verbreitung noch nicht übertroffen.

In der Studie wurde untersucht, wie gut Antikörper aus Blutproben BA.2.75.2 neutralisieren können. Das Ergebnis: Die neue Corona-Mutation wurde im Durchschnitt fünfmal weniger stark neutralisiert als BA.5. Der Grund: Der Subtyp hat deutliche Veränderungen im Erbgut. „Damit ist die neue Omikron-Mutation die wohl resistenteste Variante, die es bisher gab“, heißt es.

Omikron BA.2.75.2: „Gegen diese Variante ausreichend vorbereitet“

Dass sich Omikron-Varianten schnell verbreiten, ist nicht unbekannt. Die entscheidende Frage ist: Wie schwer verläuft die Corona-Infektion mit BA.2.75.2? Darauf haben die Forscher aus Schweden noch keine Antwort. Zu dünn ist noch die Datenlage.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte Mitte September auf Twitter seine Einschätzung zu der neuen Omikron-Variante gegeben: „BA2.75.2 könnte die nächste Variante werden, die sich durchsetzt.“ Allerdings betonte er ebenfalls, dass man auf die Mutation ausreichend vorbereitet sei - mit neuen Impfstoffen, Masken im Innenraum und einer besseren Behandlung der Erkrankten.

Im Herbst gelten in Deutschland neue Corona-Regeln. Ab 1. Oktober kehren Masken- und Testpflicht zurück. So werden bundesweit FFP2-Masken in Arztpraxen, Kliniken und Pflegeheimen sowie im Fernverkehr vorgeschrieben. In Pflegeheimen und Kliniken muss außerdem vor dem Zutritt ein negativer Corona-Test vorgelegt werden. Darüber hinaus können die Länder die Maßnahmen noch weiter verschärfen.

Auch interessant

Kommentare