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Neue Omikron-Variante: Bringt BA.2.75 jetzt eine neue Corona-Welle?

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Von: Daniel Schinzig

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Forscher blicken besorgt auf eine neu entdeckte Corona-Variante. Könnte Omikron BA.2.75 für eine weitere Welle sorgen? Was man bislang weiß.

Hamm - Es wird zum nicht wirklich lustigen Running Gag der Corona-Pandemie: Eine neue Variante mit teilweise neuen Eigenschaften taucht auf. So ist der aktuell vorherrschende Subtyp Omikron BA.5 noch einmal ansteckender als seine Vorgänger und brachte unter anderem Husten als Haupt-Symptom von Covid-19 zurück. Noch stecken wir mitten in der Sommerwelle, da ist bereits die Rede von einer erneuten neuen Variante. Es gibt Gründe, weshalb Forscher bereits Alarm schlagen wegen Omikron BA.2.75.

Omikron-Variante: Könnte BA.2.75 für weitere Probleme sorgen?

Für das größte Aufsehen sorgte ein Beitrag des Virologen Tom Peacock. Er schrieb auf Twitter, dass man Omikron BA.2.75 im Auge behalten sollte: „Viele Spike-Mutationen, wahrscheinlich Variante der zweiten Generation, scheinbar schnelles Wachstum und weite geografische Verbreitung.“

Molekularbiologe Ulrich Elling macht auf Twitter ebenfalls auf die neue Variante aufmerksam. „Die neuen Mutationen gefallen mir nicht“, schreibt er in seinem Tweet. Zwar ist er sich nicht sicher, ob es schon an der Zeit ist, sich Sorgen machen zu müssen. Aber er bringt bereits die Möglichkeit einer nächsten Welle ins Spiel - noch bevor die aktuelle BA.5-Welle überhaupt abgeflacht ist.

Warum zieht BA.2.75 die Aufmerksamkeit einiger Forschende auf sich? Die neue Variante weist acht Mutationen im Spike-Protein auf. Durch das Spike-Protein dockt das Virus an menschliche Zellen an. Wenn es Veränderungen im Spike-Protein gibt, sorgt das dafür, dass das Virus vom menschlichen Immunsystem schlechter erkannt wird. Acht Mutationen sind eine beachtliche Anzahl. Zum Vergleich: Der Subtyp BA.2 hatte lediglich drei Mutationen im Spike-Protein vorzuweisen.

Neue Omikron-Variante entdeckt: Könnte BA.2.75 für Probleme sorgen?

Dass der neue Typ als Omikron BA.2.75 und nicht etwa als Omikron BA.6 bezeichnet wird, hat einen guten Grund. Unter anderem Tom Peacock geht davon aus, dass sich die Variante aus der zweiten Omikron-Generation, also BA.2, entwickelt hat. Nachgewiesen wurde BA.2.75 bisher in Indien, Großbritannien, Kanada, Neuseeland und Deutschland. Es gibt rund 50 sequenzierte Fälle. Allerdings wird die eigentliche Anzahl von Ansteckungen mit dem neuen Subtyp aufgrund der großen geografischen Verbreitung als deutlich höher eingeschätzt.

Laut der britischen Gesundheitsbehörde bestehe aktuell allerdings noch kein Grund zur Sorge. BA.2.75 sei eine von mehreren neuen Stämmen, die derzeit beobachtet werden würden.

Welchen Einfluss die neue Omikron-Variante auf die Pandemie haben wird, wird die Zukunft zeigen. Derzeit macht in Deutschland BA.5 den größten Ärger. Unzählige Menschen infizieren sich derzeit mit dem Virus. Und viele Fragen kommen auf: Wie lange ist die Inkubationszeit? Wie lange bin ich ansteckend? Gleichzeitig gelten in den Testzentren mittlerweile neue Regeln.

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