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Booster-Impfung gegen Omikron: Studie zeigt, wie stark der Schutz ist

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Von: Simon Stock

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Die Corona-Impfung schützt auch vor Omikron. Aber wie gut? Neue Studien zeigen, wie wirksam besonders der Booster eine Krankenhaus-Einweisung verhindert. 

Hamm - Omikron bereitet Wissenschaftlern wie Politikern große Sorgen. Vor allem in Großbritannien hat sich die besonders ansteckende Variante des Coronavirus bereits rasant ausgebreitet. Dort untersuchten Virologen, wie wirksam eine Booster-Impfung ist. Ihre Studie gibt Hoffnung. Auch Menschen in Deutschland.

CoronavirusSars-CoV-2
VarianteOmikron
Erste Probe9. November 2021

Booster-Impfung gegen Omikron: Studie zeigt, wie stark der Schutz ist

Der deutsche Star-Virologe Christian Drosten sieht die Booster-Impfung als effektivste Waffe im Kampf gegen die sich rasch ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus. „Was richtig schützt gegen Omikron, ist die Dreifach-Impfung“, sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité. Neue Studien aus Großbritannien geben ihm recht.

Die britische Gesundheitsbehörde UK Health Security Agency (UKHSA) hat unter dem unscheinbaren Titel „COVID-19 variants identified in the UK“ Daten veröffentlicht, die mit Blick auf die auch in Deutschland bevorstehende Dominanz der Omikron-Variante wichtige Erkenntnisse liefert.

Nach Auswertung zweier Studien mit einem Datensatz von fast 530.000 Omikron-Fällen kommt die UKHSA zu dem Schluss, dass eine Booster-Impfung zu etwa 90 Prozent vor einer Einweisung in eine Klinik schützt.

Booster-Impfung gegen Omikron: UKHSA-Forscherin sieht ermutigende Anzeichen

Die Daten zeigten erneut, dass „coming forward for your jab, particularly your third dose, is the best way of protecting yourself and others against infection and severe disease“, wird Susan Hopkins, medizinische Leiterin der UKHSA, in dem Artikel zitiert. Auf Deutsch: Besonders die dritte Impfdosis ist der beste Weg, sich und andere vor einer Infektion mit Corona und einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen. Hopkins sieht in den Untersuchungsergebnissen ermutigende Anzeichen („encouraging signs“).

Sequenzierlabor für Corona-Varianten
Laborproben mit dem Coronavirus: Britische Forscher untersuchten die Wirksamkeit von Impfungen gegen die Omikron-Variante. © Jens Büttner/dpa

Bereits eine Impfstoff-Dosis - egal ob mit Biontech, Moderna oder einem anderen Vakzin - reduziert laut UKHSA zu 52 Prozent das Risiko einer Einweisung ins Krankenhaus bei einer symptomatischen Infektion mit Omikron. Nach der zweiten Impfung schrumpft demnach das Risiko eines Klinikaufenthalts im Vergleich zu Ungeimpften bis zu 24 Wochen lang um 72 Prozent. Nach 24 Wochen liegt dieser Wert bei 52 Prozent. Eine Booster-Impfung reduziert im Vergleich zu Ungeimpften eine Krankenhauseinweisung sogar um 88 Prozent.

Impfung gegen Omikron: Israel testet zweite Booster-Spritze

In Israel laufen derweil Studien zur Wirksamkeit einer vierten Impfung gegen Corona. Professorin Gili Regev sieht einen beobachteten fünffachen Anstieg der Antikörper als „gut, aber nicht ausreichend“ an. Man sei aber kurz nach der vierten Impfung wieder auf demselben Antikörper-Stand wie kurz nach der dritten, sagte Regev. Sie habe sich von einer zweiten Booster-Impfung mehr erhofft.

Angesichts der raschen Ausbreitung von Omikron erwarten Experten, dass die Coronavirus-Variante noch im Januar die dominierende in Deutschland wird. Vor diesem Hintergrund geht es beim Corona-Gipfel am 7. Januar mit Bundeskanzler Olaf Scholz, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und den Ministerpräsidenten der Länder unter anderem um strengere Kontaktbeschränkungen.

Die Omikron-Variante verursacht wohl leichtere Corona-Verläufe. Doch auch die können gesundheitliche Folgen haben: Durch Omikron sind Organschäden möglich, wie eine Studie zeigt. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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