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Neue Corona-Variante: Symptome und Verlauf von Omikron BA.5

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Von: Hannah Decke

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Die Corona-Variante BA.5 breitet sich aus. Der Omikron-Subtyp lässt die Zahlen auch in Deutschland steigen. Was Sie zu Verlauf und Symptomen wissen müssen.

Hamm - Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt wieder stark an. Grund für die hohen Zahlen von Corona-Infektionen ist die Omikron-Variante BA.5. Durch die weggefallenen Maßnahmen konnte sich das Virus stark verbreiten. Aber wie gefährlich ist der neue Subtyp? Ein Überblick.

Omikron BA.5: Verlauf und Symptome - wie gefährlich die Corona-Variante ist

Zunächst begannen die Zahlen in Portugal rasant zu steigen, hier tauchte der neue Corona-Subtyp auf: Trotz der hohen Impfquote von 87 Prozent in Portugal stieg zuletzt auch die Zahl der Krankenhauspatienten und die Sterblichkeit im Zusammenhang mit Covid-19. Der Präsident des Weltärzteverbandes, Frank Ulrich Montgomery, blickt sorgenvoll auf die neue Corona-Variante. „Die BA.5 Variante des Virus wird sich auch bei uns ausbreiten. Viele, auch Geimpfte, werden erkranken“, Montgomery zur Rheinischen Post. Der neue Subtyp könnte noch ansteckender sein als seine Vorgänger.

Wie auch bei den anderen Varianten von Omikron würden Geimpfte aber deutlich milder erkranken. So sei das Risiko, zu sterben, bei einem Geimpften 99 Prozent geringer als bei Ungeimpften. Trotzdem mahnt Montgomery dazu, sich gut auf den Herbst und Winter vorzubereiten.

„Je klüger wir uns jetzt verhalten, umso weniger drastische Maßnahmen brauchen wir in Herbst und Winter. Freiwillig Maske tragen, wo auch immer viele Menschen zusammenkommen. Impfen, jetzt erst recht! Und nicht Freiheit gegen Sicherheit ausspielen“, so der Weltärzte-Präsident. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sprach sich zuletzt dafür aus, strengere Corona-Maßnahmen im Herbst wieder möglich zu machen. Der Corona-Expertenrat warnt ebenfalls vor einer Corona-Welle und schlägt neue Regeln vor.

Omikron BA.5: Infektionsdruck steigt auch in Deutschland

Auch in Deutschland steigt der Anteil des Omikron-Subtyps. So tauchte BA.5 erst Ende März in der Statistik auf und machte seinerzeit noch weniger als 0,1 Prozent der Infektionen aus. Ende Mail lag der Anteil schon bei 10 Prozent. Das ist aber noch kein Vergleich zu Portugal: Der Subtyp macht hier mehr als 80 Prozent aller Neuinfektionen aus.

Trotzdem steigt auch hierzulande der Infektionsdruck durch Omikron BA.5. Im Zuge der Ausbreitung des Omikron-Subtypen ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts eine erneute Zunahme der Corona-Ansteckungen möglich. Erwartet wird, dass sich die Subvarianten - namentlich BA.4 und B.5 - stärker verbreiten, „so dass es auch insgesamt zu einem Anstieg der Infektionszahlen und einem erneut verstärkten Infektionsdruck auf vulnerable Personengruppen schon im Sommer kommen kann“, so die Warnung des RKI in seinem Wochenbericht zu Covid-19.

Omikron BA.5: Welche Symptome treten auf? Wie ist der Verlauf?

Um die Auswirkungen des Subtyps einschätzen zu können, muss zunächst auf den Ursprung von BA.5 geschaut werden. Genau wie BA.4, ein Subtyp, der aktuell ebenfalls in Umlauf ist, hat BA.5 einen eigenen Ursprung. Die Varianten stammen nicht von BA.1, BA.2 oder BA.3 ab. Die neuen Subtypen haben ihren Ursprung in der Ur-Variante von Omikron.

Laut Experten haben BA.4 und BA.5 eine zusätzliche Mutation am Spike-Protein. Das sorgt für eine höhere Ansteckungsfähigkeit, was die bisherigen Daten aus Portugal auch belegen.

Aber sind auch Symptome und Verlauf bei einer Infektion mit dem Omikron-Subtyp BA.5 anders - und sogar schlimmer? Bei den in Deutschland vorherrschenden Varianten BA.1 und BA.2 ist der Krankheitsverlauf in der Regel mild, vor allem bei Geimpften. Nur selten treten schwere Symptome auf. Infizierte klagen meistens über Kopfschmerzen, Schnupfen und gelegentlich Fieber.

Die neuen Varianten BA.5 und BA.4 sollen laut Virologen wieder vermehrt zu Husten führen, die Symptome seien ähnlich wie bei einer Bronchitis. Auch wenn es nach Berichten aus Portugal Sorgen vor einer womöglich wieder wachsenden Krankheitsschwere infolge einer Veränderung der Übertragbarkeit gibt, sieht das RKI dafür bisher keine Belege. Dazu heißt es wörtlich: „Bisher ist kein starkes Wachstum der genannten Rekombinanten in Deutschland festzustellen.“t

Die bisherigen Daten ließen nicht darauf schließen, dass Infektionen mit BA.4 oder BA.5 schwerere Krankheitsverläufe oder anteilig mehr Todesfälle verursachten als die Sublinien BA.1 und BA.2, schrieb das RKI.

Omikron BA.5: Schützen die Impfungen bei der neuen Variante?

Laut WHO untersuchen Spezialisten gerade die Wirksamkeit der aktuellen Impfstoffe gegen BA.5. Zudem arbeiten die Hersteller schon seit Längerem an einem angepassten Vakzin gegen Omikron, das möglichst viele Varianten abdecken soll.

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