PrEP-Pille

Neue Studien bestätigen Wirkung vorbeugender HIV-Medikamente

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Rund 18.000 Wissenschaftler, Aktivisten und Politiker beraten auf der Welt-Aids-Konferenz über Wege zur Bekämpfung der HIV-Epidemie. Foto: Jens Kalaene

Die sogenannte PrEP-Pille schützt vor der Infektion mit dem HIV-Virus. Das haben mehrere Studien gezeigt, die auf der Welt-Aids-Konferenz in Amsterdam präsentiert wurden.

Amsterdam (dpa) - Neue Forschungsergebnisse bekräftigen die Wirksamkeit vorbeugender HIV-Medikamente. Bei der Welt-Aids-Konferenz in Amsterdam (23. bis 27. Juli) wurden mehrere Studien zu dem Thema vorgestellt.

Demnach steckten sich Männer nicht mit dem Virus an, wenn sie täglich eine sogenannte PrEP-Pille einnahmen. Sie waren auch geschützt, wenn sie nur gezielt vor und nach dem Sex mit einem Mann ohne Kondom das Medikament einnahmen.

PrEP ist die Abkürzung für Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP). Die Medikamente verhindern, dass sich HIV in den Körperzellen vermehren kann. Eine weitere Studie zeigte, die gut behandelt werden, das Virus nicht übertragen.

"Das ist eine neue Ära der HIV-Prävention", sagte die Präsidentin der Internationalen Aids-Gesellschaft und Vorsitzende der Konferenz, Linda-Gail Bekker. Bei einer gezielten Verbreitung der Medikamente könnten zahlreiche neue Infektionen verhindert werden.

HIV-Infektionen können inzwischen gut mit Medikamenten behandelt werden, einen Impfstoff gibt es aber noch nicht. Ergebnisse einer Langzeitstudie seien vielversprechend, aber einen Durchbruch gebe es noch nicht, erklärten Forscher in Amsterdam.

Deutsche Aidshilfe

Welt-Aids-Konferenz in Amsterdam

F&A zu PrEP

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