Parkinson in frühen Jahren

Können bereits Babys Parkinson haben? Studie kommt zu erschreckendem Ergebnis

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Parkinson trifft meist ältere Menschen, doch auch jüngere können erkranken.

Als häufigste Krankheit des Nervensystems gibt Parkinson Medizinern immer noch Rätsel auf. Forscher fanden jetzt heraus, welche Ursache hinter früh einsetzender Parkinson-Krankheit steckt.   

  • Parkinson ist die weltweit häufigste Nervenkrankheit.
  • Meist trifft es ältere Menschen, allerdings kann die Krankheit auch in jungen Jahren ausbrechen.
  • Forscher untersuchten Zellmaterial von jungen Patienten.

Zittrige Hände, steife Muskeln und verlangsamte Bewegungen sind typische Anzeichen der Parkinson-Krankheit, auch Morbus Parkinson genannt. Weltweit zählt sie zu den häufigsten Krankheiten des Nervensystems, in Deutschland sollen rund 220.000 Menschen an der Krankheit leiden. Zwar steigt das Risiko mit dem Alter - 80-Jährige sind fünfmal häufiger betroffen als 65-Jährige -, doch es gibt auch junge Patienten.

Mit der früh beginnenden Form von Parkinson haben sich US-amerikanische Forscher befasst - und kamen zu überraschenden Erkenntnissen.

"Früh beginnende Parkinson-Fälle sind besonders herzzerreißend"

Zehn Prozent der Parkinson-Patienten sollen bereits zwischen dem 21. und dem 50. Lebensjahr erste Symptome zeigen. "Früh beginnende Parkinson-Fälle sind besonders herzzerreißend, weil sie die Menschen in der Blütezeit ihres Lebens treffen", zitiert das Portal scinexx Michele Tagliati vom Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles. Bei genauerer Auswertung der Daten junger Parkinson-Betroffener stellten die Forscher fest, dass bei einigen Patienten eine erbliche Vorbelastung vorlag. Jedoch nicht bei allen: "Die meisten Betroffen haben jedoch weder eine familiäre Parkinson-Vorgeschichte, noch besitzen sie bekannte Risikomutationen in ihrem Erbgut", so die Forscher.

Durch ein spezielles Verfahren wandelten die Forscher die Blutzellen von drei Patienten ohne genetischer Vorbelastung in Stammzellen um. Diese programmierten sie im Anschluss zu Dopamin-produzierenden Nervenzellen um, die dem Embryostadium entsprechen. "Diese Technik öffnet uns ein Fenster in die Vergangenheit und zeigt, wie die Dopamin-Nervenzellen zu Beginn des Lebens unserer Patienten ausgesehen und funktioniert haben könnten", so Studienautor Clive Svendsen.

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Von Geburt an geschädigte Nervenzellen fördern die Entstehung von Parkinson

Die Analyse der Proben zeigte, dass die Zellen der Parkinson-Patienten über abnormale Eigenschaften verfügten. So sammelten sich in den Nervenzellen (Neuronen) unter anderem Ablagerungen des Proteins Alpha-Synuclein an. Diese sind nachgewiesenermaßen mitverantwortlich für die Entstehung von Parkinson. Außerdem konnten die Wissenschaftler eine erhöhte Konzentration des Enzyms Proteinkinase C nachweisen. Jedoch wisse man noch nicht, welche Rolle das Enzym bei der Entstehung von Parkinson spielt.  

"Dies legt nahe, dass es weitere, bisher unbekannte genetische Faktoren gibt, die zur Entwicklung bislang als sporadisch geltender Erkrankungsformen beitragen", schlussfolgerten die Wissenschaftler. Sie gehen davon aus, dass bei der früh beginnenden Form von Parkinson die Dopamin-produzierenden Nervenzellen bereits von Geburt an geschädigt sind.

Mit Hilfe dieser Erkenntnis testen Forscher nun Wirkstoffe, die krankhaft veränderte Nervenzellen positiv beeinflussen können. Ein Medikament namens PEP005 zeigte im Tierversuch bereits Wirkung. Klinische Tests am Menschen werden allerdings noch nicht durchgeführt.  

Quellen: www.scinexx.de; www.parkinson-aktuell.de; www.nature.com

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jg

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