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Kaffee am Morgen? Ernährungswissenschaftlerin rät, zu warten

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Von: Laura Knops

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Um morgens schnell wach zu werden, greifen viele zu Kaffee. Der optimale Zeitpunkt für Espresso, Cappuccino und Co. ist dies allerdings nicht.

Für viele Menschen gehört die erste Tasse Kaffee am Morgen zu einem perfekten Start in den Tag einfach dazu. Während Kaffee für die einen vor allem Genuss beutetet, braucht so manch einer den Koffein-Kick, um richtig wach zu werden. Die meisten Deutschen trinken das beliebte Heißgetränk sogar mehrmals täglich. Erst abends schaffen es viele Kaffee-Liebhaber, auf den Wachmacher zu verzichten, um Schlafprobleme zu verhindern. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt für den ersten Kaffee?

Kaffee am Morgen? Ernährungswissenschaftlerin rät, zu warten

Um morgens schnell fit zu werden, brauchen viele Menschen hierzulande Koffein. Fast jeder dritte Deutsche trinkt sogar mehrmals täglich Kaffee. Laut der US-amerikanischen Ernährungswissenschaftlerin und Buchautorin Laura Cipullo beeinflusst jedoch nicht nur die Menge an Koffein die Wirkung des Kaffees. Auch die Uhrzeit, zu welcher der Kaffee getrunken wird, wirkt sich auf das Energielevel aus. So ist der frühe Morgen nicht die beste Zeit für einen Koffeinkick, wenn Sie auch am Nachmittag noch fit sein wollen.

Eine Frau bereitet einen Cappuccino zu (Symbolbild).
Am Morgen ist das Cortisollevel im Blut am höchsten, Kaffee kann diese Wirkung noch verstärken (Symbolbild). © Addictive Stock / Imago

Im Interview mit „CNBC“ erklärt die Expertin Laura Cipullo, warum der frühmorgendliche Kaffeekonsum alles andere als ideal für den Körper ist. Denn wer seinen ersten Kaffee direkt nach dem Aufstehen zu sich nimmt, überfordert damit möglicherweise seinen Stoffwechsel. Schnell führt die Menge an Koffein dazu, dass sich Unruhe und Nervosität breitmachen.

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Kaffee am Morgen? Cortisollevel ist nach dem Aufwachen am höchsten

Mit dem Aufwachen setzt der Körper das Stresshormon Cortisol im Blut und Speichel frei. Damit bereitet sich der Stoffwechsel auf den bevorstehenden Tag vor und mobilisiert alle verfügbaren Energiereserven. Cortisol wirkt also wie ein natürlicher Wachmacher. Das im Kaffee enthaltene Koffein verstärkt diese Wirkung, wie Doktoranden der Uniformed Services University of the Health Sciences in Bethesda (USA) in einer Studie herausgefunden haben. Die Folge: Der Cortisolspiegel steigt weiter an, wir fühlen uns unruhig, aufgekratzt und ängstlich. Der beste Zeitpunkt, um Kaffee zu trinken, ist daher erst einige Stunden nach dem Aufstehen.

Die Expertin Laura Cipullo rät, etwa drei bis vier Stunden nach dem Aufwachen zu warten. Zwischen neun und elf Uhr morgens sei die optimale Uhrzeit für den ersten Espresso oder Cappuccino. In dieser Zeit fährt der Körper die Produktion von Cortisol herunter und ist weniger anfällig für eine Überreaktion auf das Koffein. Gleichzeitig profitiert man nun am meisten von der Wirkung des Kaffees.

Kaffee am Morgen? Auf keinen Fall abends trinken

Wer am frühen Morgen Kaffee trinkt, riskiert jedoch nicht nur Stress und Unruhe. Der morgendliche Koffein-Kick kann auch dazu führen, dass der Körper später in ein Energie-Tief gerät. Denn sobald die Wirkung des Koffeins nachlässt und die Cortisol-Produktion abnimmt, können sich Müdigkeit und Antriebslosigkeit breit machen. Wer den wachmachenden Effekt des Koffeins also optimal nutzen möchte, der sollte nach dem Aufstehen also erst mal warten, bevor er zu Kaffee greift.

Um dem Körper abends und nachts eine Pause zu gönnen, sollte man allerdings auch am Abend auf Kaffee verzichten. So bleibt das Koffein bis zu sechs Stunden im Körper aktiv. Wer zu später Stunde noch Kaffee trinkt, riskiert also Schlaflosigkeit in der Nacht. Um Schlafprobleme vorzubeugen, raten Experten daher nach 3 Uhr nachmittags keinen Kaffee mehr zu sich zu nehmen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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