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Mit Infektion zur Corona-Impfung: Diesen Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden

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Von: Marcel Guboff

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Wenn Sie einen Termin für eine Corona-Impfung haben, sollten Sie einiges beachten - und eine Infektion ausschließen. Die Nebenwirkungen könnten drastischer ausfallen.

Hamm - Es geht vorwärts in Deutschland mit den Impfungen gegen das Coronavirus. Nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Montag (28. Juni, Stand: 10.15 Uhr) waren mehr als 35 Prozent der Menschen hierzulande vollständig gegen Covid-19 geimpft. (News zum Coronavirus)

KrankheitCovid-19
ErregerSars-CoV-2, Coronavirus
Symptome (unter anderem)Fieber, trockener Husten, Müdigkeit

Mit Infektion zur Corona-Impfung: Diesen Fehler sollen Sie unbedingt vermeiden

Über dieses Thema wurde in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder diskutiert. Dass bei den mRNA-Impfstoffen (Biontech, Moderna) vor allem nach der zweiten Impfung Nebenwirkungen auftreten, ist bekannt. Ebenso, wann bei den Vakzinen von Biontech oder Astrazeneca die vollständige Wirkung eintritt.

Dabei sollen die zu impfenden Personen auch einen anderen Fehler nicht machen - und zwar den Impftermin mit einer Infektion wahrzunehmen. „Grundsätzlich sollte man keine Impfung durchführen, wenn man eine Infektion hat. Das ist eine Grundregel, die auch bei Corona gilt“, sagt Ulf Dittmer, Leiter des Instituts für Virologie am Uniklinikum Essen, im Gespräch mit wa.de.

Der Experte rät vor allem bei Fieber vor einer Corona-Impfung ab. „Auch wenn man sich anders krank fühlt, sollte man den Impftermin lieber verschieben“, erläutert Ulf Dittmer.

Mit Infektion zur Corona-Impfung: Über Auswirkungen fehlen die Daten

Allerdings kann jemand auch mit dem Coronavirus infiziert sein, ohne erkennbare Symptome zu haben. Was dann? „Eine Impfung ist dann möglicherweise problematisch, aber dafür haben wir bislang keine Erfahrungswerte“, erklärt der Chef-Virologe der Uniklinik Essen (NRW).

Ulf Dittmer, Leiter des Instituts für Virologie der Universitätsklinik, arbeitet in einem Labor an der sogenannten PCR-Maschine. Damit können Patientenabstriche, die sich in kleinen Glaskapillaren befinden, auf Viren untersucht werden.
Ulf Dittmer, Leiter des Instituts für Virologie der Universitätsklinik Essen, empfiehlt, eine Infektion vor einer Corona-Impfung auszuschließen. © Bernd Thissen/dpa

Bislang sei nur bekannt, dass die Reaktionen auf eine Corona-Impfung bei Genesenen etwas stärker ausfallen als bei den Personen, die noch nicht an Covid-19 erkrankt waren. Aber die Nebenwirkungen seien dann ebenfalls „nichts Lebensbedrohliches“, wie es Ulf Dittmer formuliert: „Es sind eher die Klassiker: Man fühlt sich einen Tag schlapp und müde, oder man hat Schüttelfrost und erhöhte Temperatur.“

Corona-Impfung: Mit Schnelltest eine Infektion ausschließen

Zu 100 Prozent ausschließen ließe sich dieser Fall nicht. Wer sicher gehen möchte, sollte das Angebot eines kostenlosen Corona-Schnelltests in Anspruch nehmen. Dazu sagt der Experte: „Als Virologe würde ich nicht sagen: ‚Das ist unsinnig, mach das auf keinen Fall.‘ Wenn das jemand für sich individuell abklären möchte, um niemanden zu gefährden und eine Infektion auszuschließen, würde ich dazu raten.“

Mit Blick auf die Delta-Variante des Coronavirus wird die zweite Impfung immer wichtiger. Denn nur nach einer vollständigen Impfung besteht ausreichender Schutz gegen einen schweren Krankheitsverlauf, heißt es in den jüngsten Studien.

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