Impfung gegen das Coronavirus

Impfstoff von Biontech/Pfizer: Muss Vakzin öfter gespritzt werden als gedacht?

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wird in der Europäischen Union besonders oft geimpft. Allerdings könnten mehr Impfungen nötig sein als bislang angenommen.

Während die Menschen in England wieder in Pubs und Restaurants strömen, ist ein Ende des Lockdowns in Deutschland noch nicht absehbar. Wie echo24.de* berichtet, diskutiert die Politik stattdessen über eine Reform des Infektionsschutzgesetzes*, das dem Bund mehr Möglichkeiten gibt, einheitliche Maßnahmen umzusetzen, wie zum Beispiel eine bundesweite Ausgangssperre.

Aufgrund der weiterhin steigenden Corona-Zahlen in Baden-Württemberg* will Ministerpräsident Winfried Kretschmann die ersten Maßnahmen mit der Verlängerung der Corona-Verordnung bereits ab Montag umsetzen.* Doch auf Dauer wird Lockdown nicht die Lösung sein, um die Pandemie zu beenden.

Impfstoff von Biontech/Pfizer: Impfungen sollen Corona-Pandemie beenden

Um die Pandemie zu beenden, das hat die Politik früh klargemacht, braucht es Impfstoffe und davon gibt es inzwischen einige. Jedoch stand das Vakzin von AstraZeneca bereits mehrfach in der Kritik und wird wegen Hirnthrombosen nur noch an Menschen über 60 Jahren verimpft*.

Ähnliche Probleme drohen jetzt auch bei dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson, allerdings ist nach einem Produktionsunfall in den USA* ohnehin unklar, wie viele Dosen die Europäische Union (EU) von dem US-Unternehmen erhält - und vor allem wann! Entsprechend ist das Vakzin von des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer in Europa weiterhin der Impfstoff der Wahl.

Impfstoff von Biontech/Pfizer: Weitere Impfung gegen Coronavirus könnte nötig sein

Während die EU erstmal weiterhin auf den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson warten muss, gibt es von Biontech und Pfizer indes gute Nachrichten: Bis Ende Juni liefern die beiden Unternehmen weitere 50 Millionen Impfdosen in die EU, rund neun Millionen Dosen davon gehen nach Deutschland. Diese Lieferung war eigentlich erst für das vierte Quartal gedacht, wurde nun aber vorgezogen.

Wie die meisten Corona-Impfstoffe - mit Ausnahme des Vakzins von Johnson & Johnson - muss auch das Mittel von Biontech zweimal gespritzt werden. Pfizer-Chef Albert Bourla erklärte nun aber in einem Interview mit dem US-Wirtschafts- und Finanznachrichtensender CNBC, dass innerhalb von zwölf Monaten vermutlich eine dritte Impfung notwendig sei. Zudem könnte ähnlich wie bei der Grippe eine jährliche Auffrischung hinzukommen.

Impfstoff von Biontech/Pfizer: Coronavirus könnte wie Grippe werden - Lockdown-Ende im Herbst?

Bourla zeigte sich darüber hinaus optimistisch, dass trotz der aktuell steigenden Corona-Zahlen im Spätherbst wieder weitestgehend Normalität einkehren wird. Im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ sowie den Zeitungen „La Stampa“ aus Italien, „Les Echos“ aus Frankreich und „El Mundo“ aus Spanien begründet er seine Einschätzung mit den Erfahrungen aus Israel, wo bereits ein Großteil der Bevölkerung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus geimpft wurde.

Innerhalb von zwölf Monaten könnte eine weitere Impfung mit dem Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer nötig sein. (Symbolfoto).

„Covid wird wie eine Art Grippe werden. Wir werden uns impfen lassen und weitestgehend normal leben“, erklärte Pfizer-Chef Bourla in dem Gespräch. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer soll zu 97 Prozent gegen das Coronavirus wirksam sein und auch gegen die besonders ansteckenden Mutationen wirken, die zu schweren Krankheitsverläufen führen. Zudem können die beiden Unternehmen ihren mRNA-Impfstoff schnell weiterentwickeln und an neue Mutationen anpassen. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Paul Zinken/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare