Neuer Fitness-Trend

Fit rutschen mit Slide Pads: Was Einsteiger beachten sollten

Slide Pads sorgen für ordentlich Instabilität bei der Bewegung. Dadurch werden auch die tiefliegenden Muskeln angesprochen. Foto: Fitness First
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Slide Pads sorgen für ordentlich Instabilität bei der Bewegung. Dadurch werden auch die tiefliegenden Muskeln angesprochen. Foto: Fitness First
So sehen Slide Pads aus. Trainer und Sportwissenschaftler Dirk Dreher benutzt sie besondern gern zur Sturzprophylaxe. Foto: Frank Rumpenhorst
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So sehen Slide Pads aus. Trainer und Sportwissenschaftler Dirk Dreher benutzt sie besondern gern zur Sturzprophylaxe. Foto: Frank Rumpenhorst
Zum Nicht nur die Füße, auch die Hände sind auf Slide Pads gut aufgehoben. Wer gesund ist und Spaß daran hat, trainiert damit spielerisch seinen ganzen Körper. Foto: Frank Rumpenhorst
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Zum Nicht nur die Füße, auch die Hände sind auf Slide Pads gut aufgehoben. Wer gesund ist und Spaß daran hat, trainiert damit spielerisch seinen ganzen Körper. Foto: Frank Rumpenhorst
Erst in den Liegestütz, dann abwechselnd die Hände zur Seite schieben: Übungen wie sie hier in der Turnhalle des Medical Airport Service am Frankfurter Flughafen gezeigt werden, sorgen unter anderem für mehr Rumpfstabilität. Foto: Frank Rumpenhorst
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Erst in den Liegestütz, dann abwechselnd die Hände zur Seite schieben: Übungen wie sie hier in der Turnhalle des Medical Airport Service am Frankfurter Flughafen gezeigt werden, sorgen unter anderem für mehr Rumpfstabilität. Foto: Frank Rumpenhorst
Viele klassische Fitnessübungen lassen sich auch auf Pads ausführen. In der Regel werden sie dadurch schwieriger. Foto: Frank Rumpenhorst
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Viele klassische Fitnessübungen lassen sich auch auf Pads ausführen. In der Regel werden sie dadurch schwieriger. Foto: Frank Rumpenhorst
Zum Schlittschuhlaufen im Fitnessstudio? Tatsächlich fühlt sich manch eine Übung auf Slide Pads ganz ähnlich an. Foto: Frank Rumpenhorst
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Zum Schlittschuhlaufen im Fitnessstudio? Tatsächlich fühlt sich manch eine Übung auf Slide Pads ganz ähnlich an. Foto: Frank Rumpenhorst
Veronika Pfeffer ist Fitnessmanagerin bei Fitness First. Foto: Fitness First
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Veronika Pfeffer ist Fitnessmanagerin bei Fitness First. Foto: Fitness First

Man sieht sie immer öfter, in Sport-Kursen, draußen oder im Fitness-Studio: Slide oder Sliding Pads, kleine runde Stoff-Plättchen, die man sich unter die Füße oder Hände legt. Ein Ganzkörpertraining fast für jedermann, sagen Experten.

Frankfurt (dpa/tmn) - Krabbeln, schlittern, rutschen - was sich nach einem Spaßprogramm für Kinder anhört, hält Einzug ins Fitnessprogramm vieler Erwachsener. Sie legen sich kleine runde Stoffplättchen unter Hände und Füße und sausen damit über den Boden.

Alles mit sportlichen Ambitionen natürlich - nicht, um die Wohnung sauberzumachen. "Wobei das bei den Slide Pads ein netter Nebeneffekt sein kann", sagt Fitnessmanagerin Veronika Pfeffer von Fitness First

Slide oder Sliding Pads, wie sie auch genannt werden, sind keine ganz neue Erfindung. "Früher haben wir so etwas schon im Kinderturnen verwendet", sagt Pfeffer. Damals noch mit Teppichstücken. Die seien nach wie vor eine gute Alternative für zu Hause. Auch Handtücher oder Putzlappen kommen dafür infrage, ergänzt Trainer Dirk Dreher, der den Bereich Firmenfitness beim Arbeitsmedizin-Dienstleister Medical Airport Service leitet.

Mit den Unterlagen stärken Sportbegeisterte ihren kompletten Körper. Es gibt Übungen für Bauch und Rücken, Po, Beine und Arme. Ein Beispiel: In der Liegestütz-Position legt man sich die Pads unter die Füße oder Knie. Dann die Knie in Richtung Nase ziehen und wieder wegschieben. "Der Vorteil ist, dass ich ganz spielerisch neue Abläufe einüben kann", sagt Tessa Temme, Sportwissenschaftlerin an der Deutschen Sporthochschule Köln.  

Durch das Rutschen wird alles anstrengender: sowohl der Weg rein in eine Pose als auch wieder heraus. "Vor allem die tieferen, kleineren Muskeln werden angesprochen", erklärt Pfeffer.

Wer es richtig machen will, muss möglichst große Bewegungen machen. "Am Anfang muss man sich da etwas herantasten", ist Pfeffers Erfahrung. Am besten stellt man erst einmal nur einen Fuß auf ein Pad und lässt den anderen auf festem Untergrund stehen. Dann vorsichtig ausprobieren, wie weit es sich rutschen lässt, ohne unfreiwillig im Spagat zu landen. Dabei ist Muskelkater laut Temme vorprogrammiert. "Die Muskeln werden gedehnt während sie belastet werden, das ist erst einmal ungewohnt." 

Dirk Dreher setzt die Slide Pads gerne im Personal Training ein. Durch die instabile Haltung muss der Körper permanent ausgleichen. Dreher zufolge sind die Übungen für fast jeden geeignet. Er empfiehlt sie jedoch besonders als Sturzprophylaxe. "Im Alter werden die sensomotorischen Fähigkeiten schlechter." Dieser Prozess lässt sich mit den Pad-Übungen verlangsamen. 

Auch ambitioniertere Sportler - etwa Läufer - profitieren von dem Training. Für Surfer, Skifahrer, Ballsport-Fans oder Eiskunstläufer sind die Pads ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung. 

Personen mit Gelenkschäden oder hohem Blutdruck rät Pfeffer vom Training mit den Pads dagegen eher ab. "Wer gerade einen akuten Bandscheibenvorfall hat, sollte die Pads nur gemeinsam mit einem Therapeuten einsetzen", ergänzt Dreher. Menschen, die Gleichgewichtsstörungen haben oder etwa durch Arthrose stark in den Bewegungen eingeschränkt sind, üben lieber nicht mit den Pads, sagt Temme.

Für das Heimtraining empfehlen die Experten, sich zunächst von einem Trainer einweisen zu lassen. Wer die Abfolgen kennt, kann später auch mit Hilfe von Videos trainieren. "Wichtig ist, dass ich die Bewegungen langsam und kontrolliert mache", sagt Pfeffer. Bei Übungen mit den Beinen sei es gesundheitsfördernd, auf die Knie-Fuß-Achse zu achten, sagt Temme: "Also keine X- oder O-Beine machen." Hat der Sportler den Bogen einmal raus, sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Trailer von Fitness First

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