Gefährliche Blutsauger

Denguefieber erkennen und behandeln: Wie Sie sich vor der Tropenkrankheit schützen

Tigermücke
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Am Denguefieber erkrankt man in der Regel nach einem Mückenstich. Häufigster Überträger: die ägyptische Tigermücke.

Das Denguefieber ist eine tropische Infektionskrankheit und kann lebensgefährlich werden. Woran Sie die Erkrankung erkennen – und wie Sie sich davor schützen.

Für das Denguefieber ist ein winziges Tier verantwortlich: Sogenannte Tigermücken übertragen die Viruserkrankung. Sie leben vor allem in Städten und legen ihre Eier in kleine Wasserstellen wie Regentonnen. Ursprünglich kommen die Blutsauger* aus tropischen Regionen. Besonders Südostasien, Australien, Afrika, Süd- und Mittelamerika gelten als Risikogebiete. Mittlerweile breitet sich die Tigermücke jedoch auch in Südeuropa aus. Schuld daran ist die Klimaerwärmung. So kam es etwa in Kroatien oder Frankreich bereits zu Fällen von Denguefieber. Viele Menschen bringen die Virusinfektion jedoch von ihren Reisen mit. Mit etwa 100 Millionen Fällen pro Jahr ist das Denguefieber die häufigste virale Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. 

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Denguefieber – verschiedene Krankheitsverläufe im Überblick

In den meisten Fällen klingt das Denguefieber von selbst wieder ab. Laut tropeninstitut.de bekommt der Betroffene bei einem klassischen Verlauf plötzlich hohes Fieber. Dazu kommen Kopf-, Muskel- oder Gelenkschmerzen. Diese sind unter Umständen so stark, dass das Denguefieber auch als „Break-Bone-Fever“, also Knochenbrecherfieber, bekannt ist. Auch der Rücken oder die Augen können Schmerzen verursachen. Zudem tritt am ersten oder zweiten Tag oft ein Hautausschlag auf, der mit seinen kleinen roten Flecken an Masern erinnert. Das Fieber kommt häufig in Schüben – es sinkt nach ein bis zwei Tagen ab, um dann wieder anzusteigen. Die Symptome verschwinden nach etwa einer Woche.

Beim Dengue-hämorrhagischen Fieber (DHF) und dem Dengue-Schock-Syndrom (DSS) nimmt die Krankheit jedoch einen schweren Verlauf. Dazu kommt es aber nur bei einem bis fünf Prozent aller Fälle. Meistens entwickeln sich die schweren Verläufe nach einer zweiten oder dritten Infektion mit dem Virus. Das liegt daran, dass es verschiedene Typen des Virus gibt. Haben Betroffene gegen einen Typ Antikörper gebildet, können diese gegen die neue Virusform im Körper nichts ausrichten. Stattdessen kommt es zu einer Fehlreaktion des Immunsystems. Die Patienten leiden unter einer erhöhten Blutungsneigung. Auch Gefäßschäden können entstehen. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, ist ein akutes Kreislaufversagen die Folge. Dieser Schock kann lebensgefährlich sein.

Denguefieber: An diesen typischen Symptomen erkennen Sie es

Zu Beginn der Erkrankung ist Denguefieber schwer zu erkennen. Das liegt daran, dass Betroffene Symptome zeigen, die auch auf andere Krankheiten wie Malaria hindeuten können. Haben Sie hohes Fieber (bis 40 Grad) mit Symptomen wie Schüttelfrost, starken Gelenk- und Gliederschmerzen, Übelkeit mit Erbrechen, einen Hautausschlag oder geschwollene Drüsen, kann dies auf das Denguefieber hindeuten. Ergeben sich Komplikationen, treten drei bis sieben Tage nach den ersten Anzeichen weitere Symptome auf.

  • Abgeschlagenheit
  • Andauerndes Erbrechen, evtl. mit Blut
  • Heftige Bauchschmerzen
  • Zahnfleischbluten
  • Beschleunigte Atmung

In diesem Fall sollten Sie sich schnellstmöglich in ärztliche Behandlung begeben.

Denguefieber: Wie der Arzt die Erkrankung behandelt

Sind Sie an Denguefieber erkrankt, behandelt der Arzt Ihre Symptome mit schmerzlindernden Medikamenten und Fiebersenkern. Die Therapie ist ähnlich wie die bei bei einer normalen Grippe – vorausgesetzt Sie haben einen unkomplizierten Verlauf. Kommt es zu Komplikationen, müssen Sie umgehend ins Krankenhaus. Dort bekommen Sie eine Infusion über die Vene, um Sie mit Flüssigkeit zu versorgen. Manchmal sind zudem Blutkonserven nötig. Auch eine intensivmedizinische Betreuung ist in einigen Fällen erforderlich.

So schützen Sie sich vor dem Denguefieber

Eine Impfung gegen das Denguefieber gibt es für Reisende bislang nicht. Einzige Lösung: Schützen Sie sich auf Reisen so gut wie möglich vor Mückenstichen. Bedecken Sie so viel Haut wie möglich durch stichfeste und imprägnierte Kleidung. Freie Stellen schützen Sie mit Abwehrstoffen, sogenannten Repellents. Für das Schlafen setzen Sie auf ein imprägniertes Moskitonetz. Auch Räume mit Klimaanlagen halten die Blutsauger fern. Stehendes Wasser sollten Sie unbedingt wegschütten. (lw) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weitere Quellen: apothekenumschau

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Eine mit Coronaviren befallene Zelle
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