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Demenz und Alzheimer: Senken Sie Ihr Risiko mit fünf Nährstoffen

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Ausgewogene Ernährung ist bekanntermaßen gut für Körper und Geist beziehungsweise unser Gehirn. Pflanzenstoffe in Gemüse und Beeren wirken präventiv.

Berlin – In Deutschland leben ca. 1,6 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung, laut Bundesgesundheitsministerium. Mittlerweile ist bekannt, dass Menschen ihr Risiko, an einer Demenz zu erkranken, über einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener, gesunder Ernährung minimieren können. Nicht nur für heranwachsende Kinder sollte der Leitsatz „Iss‘ Deinen Spinat auf.“ gelten, um das Zellwachstum und die Zellerhaltung zu fördern. Auch Erwachsene mit ihrem ausgereiften Gehirn können täglich etwas für ihre mentale Fitness tun, allen voran mit einer gesunden und gemüsereichen Ernährung – davon geht die Alzheimer-Forschung aus.

Chronische Vergesslichkeit: Mit fünf Nährstoffen senken Sie Ihr Risiko für Demenz

Um das Gehirn zu fordern und fördern, sind nicht nur kognitive Aufgaben, Rätsel, Sudoku etc. sinnvoll und hilfreich. Für die geistige Fitness sollte eine gesunde Ernährung nicht außer Acht gelassen werden. Dabei gibt es nicht die eine bestimmte Mischung an Lebensmitteln, die eine Demenz sicher verhindern kann. Jedoch ist bekannt, dass spezifische Nährstoffe das Risiko, eine Demenz und Alzheimer zu entwickeln, senken können. Diese spezifischen Nährstoffe sind unter anderem in Gemüse enthalten.

Dabei ist eine gesunde Ernährung nicht in jedem Fall ein Garant dafür, dass ein Mensch nicht an einer Demenz oder Alzheimer erkrankt – doch es kann einer möglichen Erkrankung des Gehirns entgegenwirken. Wie hoch das Risiko ist und ob möglicherweise eine Demenz vorliegt, kann mithilfe einfacher kognitiver Tests in der Diagnostik festgestellt werden. Demenz ist mehr als nur eine „normale“ Vergesslichkeit.

Welche Lebensmittel und Nährstoffe können nun das Risiko einer Demenz- und Alzheimerkrankung senken?

Demenzrisiko senken: 1. Pflanzenstoffe in Gemüse, Tee und Kaffee

Mindestens ein bis zwei Liter Wasser pro Tag trinken, hilft nicht nur dem Darm, besser verdauen zu können. Viel trinken schützt auch laut einer Studie das Risiko einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Auch das Gehirn kann im wahrsten Sinne besser funktionieren, wenn es mit ausreichend Flüssigkeit versorgt wird. Trinken wir zu wenig, wird das Blut dickflüssiger, es fließt langsamer und kann das Gehirn weniger schnell mit Nährstoffen versorgen.

Um das Gehirn fit zu halten, trinken Sie neben ausreichend Wasser auch ruhig bis zu zwei Tassen Kaffee, schwarzen oder grünen Tee pro Tag. Alle drei enthalten Polyphenole, was die Durchblutung und damit die Funktionalität des Gehirns anregt. Und Kaffee soll auch präventiv gegen Krebserkrankungen sein.

Es liegt nahe, dass Pflanzenstoffe auch in Gemüse enthalten sind. Nicht nur primäre Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette sind für die Gehirnfunktionalität wichtig. Auch die sekundären Pflanzenstoffe, beispielsweise Polyphenole und Vitamine sowie Mineralstoffe wie Folsäure sind gesunde und unentbehrliche „Nahrung“ für unser Gehirn. Also öfters mal Grünkohl, Brokkoli, Rosenkohl auf den Speiseplan setzen!

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt drei Portionen Gemüse pro Tag – Eine Portion entspricht in etwa der Menge, in Ihre Hand passt.
Je bunter, desto besser! Sekundäre Pflanzenstoffe bringen die Farbe und verschiedene Nährstoffe ins Gemüse, daher empfiehlt es sich, gemischt zu essen. (Symbolbild) © Sandra Roesch/Imago

Demenzrisiko senken: 2. Vitamin C: Dunkle Beeren können vor Alzheimer schützen

Dunkle Beeren wie Heidelbeeren und Schwarze Johannisbeeren sind nicht nur dank ihrer Polyphenole so gesund. Auch der in der Regel hohe Anteil an Vitamin C in diesem Obst reduziert nachweislich die Plaquebildung in unseren Gefäßen, was als Risikofaktor für Demenz gilt. Mit einer handvoll Beeren pro Tag tun Sie sich definitiv etwas Gutes!

Demenzrisiko senken: 3. B-Vitamine in Erbsen sind gut für die Nerven

Bohnen, Linsen und Erbsen sind reich an Polyphenole, Folsäure und auch B-Vitaminen. Letztere regen die Synapsenbildung zwischen den Gehirnzellen an, wodurch die Leistungsfähigkeit und Kognition gesteigert werden können.

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Demenzrisiko senken: 4. Vollkorn als „Powerfood“ fürs Gehirn

Vollkornbrot oder Vollkornfrühstücksflocken zum Frühstück – und der Tag kann konzentriert beginnen. Die enthaltenen Kohlenhydrate und Aminosäuren wie Methionin steigern die Konzentrationsfähigkeit des Gehirns.

Demenzrisiko senken: 5. Mit Omega-3-Fettsäuren den Motor im Kopf ölen

Auch ein gut funktionierendes Gehirn muss hin und wieder geölt werden. Da bieten sich besonders „gute Fette“ wie die Omega-3-Fettsäuren an. Sie sollen nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Auch „eingerosteten“ Zellen im Gehirn und dem Risiko, eine Demenz und Alzheimer zu entwickeln, können Omega-3-Fettsäuren in Leinöl, Walnüssen und Chiasamen entgegenwirken.

Es gibt auch Lebensmittel, die das Demenz-Risiko erhöhen können.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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