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Neues Symptom „Corona-Zunge“: Covid-Patientin beobachtet seltsame Veränderungen im Mundraum

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Von: Juliane Gutmann

Ein Teilnehmer einer Demonstration protestiert auf den Rheinwiesen mit einer zerschnittenen Maske und herausgestreckter Zunge gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus.
Eine Coronavirus-Infektion kann auch Veränderungen im Mundraum zur Folge haben. © Roberto Pfeil/dpa

Typische Corona-Symptome sind etwa Fieber und der Verlust des Geschmackssinns. Es gibt auch Patienten, deren Zunge sich verändert.

Rote Pünktchen auf der Zunge sollen auf Covid-19 hindeuten können. So die Annahme von Tim Spector vom King‘s College London, wie RTL berichtete. Demnach soll die „Corona-Zunge“ mit Schwellungen, Belag und Pünktchen einhergehen können. „Wenn Sie beispielsweise eine geschwollene oder belegte Zunge als alleiniges Symptom haben, sollten Sie das auf jeden Fall beobachten und achtsam sein. Wenn dann noch weitere Symptome hinzukommen, wie zum Beispiel Geschmacks- oder Geruchsverlust, dann sollte Sie umgehend einen Arzt kontaktieren“, zitiert RTL den Mediziner Dr. Christian Specht.

Allerdings würde fast jede Virusinfektion Symptome wie eine geschwollene Zunge, Ausschläge auf der Haut und Hautveränderungen im Mundraum hervorrufen können, so Specht. Es handelt sich dabei um körperliche Reaktionen, die das Eindringen von Krankheitserregern zur Folge haben können. Auch der Erfahrungsbericht einer Corona-Patientin zeigt: Eine Corona-Infektion kann sich auch auf der Zunge zeigen.

„In Wellen ist es bis heute weitergegangen“ – Corona-Patientin mit Bläschen auf der Zunge

Im Apotheken-Umschau-Interview erzählt die Betroffene, wie sich die Coronavirus-Infektion bei ihr ausgewirkt hat. Im März 2020 erkrankten sie und ihre ganze Familie. Doch am schlimmsten hatte es sie selbst getroffen, mit Atemnot musste sie ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ihr Zustand besserte sich, doch noch Monate später – Ende Mai 2020 – kämpfte sie mit Beschwerden: „In Wellen ist es bis heute weitergegangen. Ja, inzwischen gibt es tatsächlich schon auch mal gute Tage. Tage, an denen ich denke: Jetzt geht es bergauf, so richtig. Rückschläge aber bleiben weiterhin nicht aus. Lymphknoten, die plötzlich wieder dick sind, gibt es, heftige Halsschmerzen, Bläschen auf der Zunge. Gestern habe ich ein bisschen im Garten gewerkelt, kurzfristig war Kraft da. Aber dann steht man vor dieser Treppe und fragt sich, wie man es schaffen soll, da rauf zu kommen. Oder auch: Wie man je wieder sowas wie einen normalen Arbeitstag schaffen soll“, wird die 52-Jährige zitiert.

Auch in Hinblick auf die Prävention kommt der Mundhygiene eine wichtige Rolle zu, wie das Portal Zahnärzte Nymphenburg die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde zitiert: „Es existieren mittlerweile Daten, dass in Gebieten, in denen die mangelnde Mundhygiene mehr Erkrankungen wie Karies oder Parodontitis verursacht, auch vermehrt tödliche Verläufe einer Corona-Erkrankung zu verzeichnen sind“. „Eine gesunde Mundschleimhaut und ein intaktes Immunsystem sind die erste Abwehr gegen das Eindringen des Virus und eine Ausbreitung in die Lunge. Eine kranke Mundschleimhaut, z.B. eine Parodontitis macht den Organismus anfälliger für eine Infektion mit dem Virus Covid-19“, heißt es weiter. (jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Erfahren Sie hier mehr über die richtige Mundhygiene: Ohne oder mit Fluorid - So gefährlich ist der Inhaltsstoff in Zahnpasta.

Mehr Quellen: https://www.zm-online.de/news/gesellschaft/sars-cov-2-beeintraechtigt-auch-das-mundgefuehl/; https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.05.04.20090902v3

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