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Moderna-Impfung jetzt auch in Deutschland – doch Biontech-Impfstoff soll weniger Nebenwirkungen entfalten

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Von: Juliane Gutmann

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Seit Anfang Januar 2021 ist in der EU neben dem Biontech/Pfizer-Impfstoff auch das Präparat des US-Biotech-Unternehmens Moderna zugelassen.
Seit Anfang Januar 2021 ist in der EU neben dem Biontech/Pfizer-Impfstoff auch das Präparat des US-Biotech-Unternehmens Moderna zugelassen. © Paul Sancya/dpa

In Deutschland sind aktuell zwei Impfstoffe gegen Corona auf dem Markt – von Biontech/Pfizer und Moderna. Je nach Alter wirkt ein Präparat besser als das andere.

Bisher haben sich fast 533.000 Menschen in Deutschland gegen Corona impfen lassen (Stand 11. Januar 2021). Darunter fast 207.000 Pflegeheim-Bewohner, wie das Robert Koch-Institut als Bundesinstitut für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten informiert. Allerdings stehen nicht ausreichend Impfdosen für alle Impfwilligen zur Verfügung. Ein Grund dafür: Bisher wurde nur der Biontech/Pfizer-Impfstoff in Deutschland verimpft. Das wird sich allerdings schnell ändern: Am 6. Januar 2021 wurde ein weiterer Impfstoff in der Europäischen Union zugelassen, nachdem er von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) als empfehlenswert eingestuft wurde: Ein Präparat des US-Herstellers Moderna.

Beide Impfstoffe sollen schweren Krankheitsverläufen vorbeugen und die Verbreitung der Corona-Pandemie eindämmen. Dies könne der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge erreicht werden, wenn sich rund 70 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 impfen lässt. Doch ist Impfung gleich Impfung oder gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Corona-Impfstoffen?

Biontech-Impfung wirkt besser bei über 65-Jährigen als Moderna-Vakzin

Wie die Tagesschau berichtet, wirken die aktuell in Deutschland zugelassenen Impfstoffe unterschiedlich – je nach Alter. So soll der Biontech-Impfstoff in der Gruppe der Ü65-Jährigen bessere Impf-Erfolge erzielen als der Moderna-Wirkstoff. Ersterer soll eine Wirksamkeit von mehr als 94 Prozent entfalten, wohingegen dieser Wert der US-Arzneimittelbehörde FDA zufolge beim Moderna-Impfstoff bei 86,4 Prozent liegt. Bei Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren soll dagegen der Moderna-Impfstoff einen leicht besseren Schutz vor Covid-19 bieten als das Biontech-Präparat. Der Unterschied ist recht gering: Wo Ersterer einen Impfschutz von 96 Prozent bietet, sind es bei dem Biontech-Vakzin 95 Prozent, heißt es im FDA-Bericht.

Im Hinblick auf die Nebenwirkungen ist der Biontech-Wirkstoff dem Moderna-Produkt allerdings überlegen, wie die FDA meldet. Menschen, die mit Letzterem geimpft worden sind, hätten in der Folge häufiger Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Fieber und fühlten sich häufiger abgeschlagen. Für das Moderna-Präparat spräche allerdings, dass es weitaus unempfindlicher gegenüber Temperaturen reagiert. So hält es sich bis zu zwölf Stunden bei Raumtemperatur und bis zu 30 Tage im Kühlschrank, wohingegen der Biontech-Impfstoff ultratiefgekühlt aufbewahrt werden muss und innerhalb von wenigen Stunden nach Aufbereitung verimpft werden muss. (jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Mehr Quellen: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Impfquoten-Tab.html; https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/118837/Fuer-Herdenimmunitaet-Coronaimpfrate-von-bis-zu-70-Prozent-noetig

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